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Ellerau/Quickborn : Projekt: Wird eine Querung nördlich der Gronau gebaut?

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Stadt Quickborn lässt mögliche Strecken für eine Umgehungsstraße prüfen. Tunnel unterhalb des AKN-Gleisdamms.

Quickborn/Ellerau | Eine neue Trasse könnte die Bahnstraße in Quickborn entlasten. Friederike Lattmann, Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung im Quickborner Rathaus, deutete während der Sitzung des Ellerauer Nachbarschaftsausschusses am Mittwoch, den möglichen Verlauf an.

Im Gespräch sei eine neue Verbindung zwischen der Ellerauer Straße und dem Gewerbegebiet Nord am Halenberg. Die Trasse könnte nördlich der Gronau am nördlichen Ende des Geländes der Firma Dimen von der Ellerauer Straße abzweigen, dann in einem Tunnel unter den auf einem Damm liegenden AKN-Gleisen hindurch Richtung Osten führen. Möglich wäre ein Anschluss an die Carl-Zeiss-Straße oder die Pascalstraße. „Man tangiert die Gronau nicht“, betonte Lattmann. Der genaue Verlauf der Trasse stehe aber noch nicht fest. Die Stadt habe ein Ingenieurbüro mit der Vorplanung beauftragt.

Die Finanzierung ist noch offen. „Das lässt sich erst beantworten, wenn man das Konstrukt kennt“, sagte Lattmann. Die Straße könnte zum einen als Ortsumgehung gelten. Möglich wäre zum anderen aber auch, dass das Land den Verlauf der Landesstraße 76 von der Bahnstraße auf die neue Trasse verlegt und damit in die Finanzierung einsteigt.

Dadurch ließe sich die Bahnstraße in eine Sackgasse umwandeln. Peter Groth, Vorsitzender des BürgerForums, wies darauf hin, dass eine Sackgassenregelung auch bessere Bedingungen für den Bau eines Zugangs zur AKN-Station Ellerau von Quickborner Seite her böte. Rolf Schröder (CDU) erhoffte sich zudem eine Weiterführung der Trasse Richtung Norden zur Alvesloher Straße.

Kritik äußerte Heinz-Peter Renter (BürgerForum): „Man baut eine neue Straße durch Grünanlagen, weil man nicht in der Lage ist, die alte Straße zu ertüchtigen“, beklagte er. Heiko Evermann (AfD) bevorzugte den Bau einer Brücke von dem Gelände der Firma Dimen an der Ellerauer Straße bis zur Höhe eines Tattoo-Studios am Beginn der Bahnstraße östlich der querenden Gleise. Diese Variante sei nach seinem Kenntnisstand die günstigste. Doch Helmut Wirtz (SPD) betonte: „Für mich ist nicht immer die günstigste Lösung die sinnvollste. Das kann auch mal Quark sein.“ Groth forderte, weiteren Druck auf das Land auszuüben, damit es sich in der Planung engagiere. „14.000 Fahrzeuge kommen da täglich lang“, sagte er begründend.

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erstellt am 03.Jun.2016 | 12:30 Uhr

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