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Ausbildung in Quickborn : Professionell wie die Berufswehr

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Quickborns junge Kameraden leben drei Tage lang in der Feuerwache und arbeiten in dieser Zeit acht Einsätze ab.

shz.de von
erstellt am 19.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Quickborn | Quickborns Feuerwehrsprecher hat ein positives Fazit des dreitägigen Übungsmarathons der Jugendfeuerwehr gezogen. Die drei Mädchen und neun Jungen blieben während der Zeit in der Feuerwache zusammen und mussten sich mit verschiedenen Einsatzszenarien auseinandersetzen. „Diese Form der komprimierten Ausbildung hat sich bewährt“, sagte Thorsten Wiehe. Es mache Spaß, stärke den Zusammenhalt und fördere die Professionalität.

Vorgeschrieben ist diese Form des intensiven Trainings nicht, und deshalb wählt auch nicht jede der Ortswehren diesen Weg. „Wir machen das freiwillig, um den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, einmal Berufsfeuerwehr zu spielen“, so Wiehe. Wichtig sei deshalb auch, dass die Mädchen und Jungen nicht wüssten, wann welche Alarmierung erfolge. Dann allerdings muss es schnell gehen, und ausnahmsweise hören dann sogar die Ausbilder der aktiven Wehr, allen voran Jugendwart Oliver Albiez, auf das Kommando des Nachwuchses. Er hat dafür zu sorgen, dass alle Gerätschaften an Bord und die Fahrzeuge schnell besetzt werden.

„Die Kameraden der Einsatzabteilung hatten sich acht Szenarien ausgedacht, darunter eine Ölspur, Personensuche, Ast auf Straße, Brandmeldeanlage, Garagenbrand und Person eingeklemmt“, sagte Wiehe. Ob wohl sie nicht wussten, was genau sie vor Ort erwarten würde, gab es nach Angaben Wiehes keine Probleme. Angstfrei und souverän seien die Einsätze abgearbeitet worden, wobei die Ausbilder immer an der Seite der Jugendlichen blieben.

Wenn es aus dem Obergeschoss qualmt, geht es nicht ohne die Drehleiter. So auch bei dem Übungseinsatz der Jugendwehr.
Wenn es aus dem Obergeschoss qualmt, geht es nicht ohne die Drehleiter. So auch bei dem Übungseinsatz der Jugendwehr. Foto: Wiehe

Das geschehe auch aus Sicherheitsgründen. „Wir hatten die Drehleiter im Einsatz, und in den Korb dürfen die Jugendlichen nicht allein. Es muss immer ein Erwachsener dabei sein.“ Allerdings geht es bei dieser dreitätigen Ausbildung nicht allein um feuerwehrtechnisches Handwerk. „Den Jugendlichen ist die Kameradschaftspflege mindestens ebenso wichtig“, sagte Wiehe. Deshalb sei die Zeit zwischen den Einsätzen mit Aktivitäten wie Spielen gefüllt worden. „Auch das gemeinsame Wohnen und Schlafen in der Feuerwache mit dem Zubereiten der Mahlzeiten trägt erheblich dazu bei, den Zusammenhalt zu stärken“, sagte Wiehe. Das erinnere stark an eine Klassenfahrt und habe mindestens ein ähnliches Schlafdefizit zur Folge.

Auch für die aktive Wehr waren es unruhige Tage. Die Kameraden mussten nicht nur die Jugendlichen betreuen, sondern ebenfalls insgesamt fünf kleinere Einsätze abarbeiten, darunter eine ausgelöste Brandmeldeanlage in einem Unternehmen und einen Verkehrsunfall auf der Kieler Straße mit drei verletzten Personen. „Die Parallele zu unseren Übungseinsätzen war schon kurios“, so Wiehe. Die Quickborner Jugendwehr besteht seit 1994. Im Jahr 2019 richtet die sie anlässlich des dann 25. Jubiläums das Pfingstzeltlager der Jugendwehren aus.

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