zur Navigation springen
Quickborner Tageblatt

20. Oktober 2017 | 07:56 Uhr

Hasloh : Probleme mit der Software

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Eröffnungsbilanz für Hasloh verzögert sich.

von
erstellt am 22.Mai.2014 | 16:00 Uhr

Hasloh | Als ob es nicht schon mühselig genug wäre, die Anschaffungswerte des gemeindeeigenen Vermögens zusammenzutragen, um daraus eine Eröffnungsbilanz zu erstellen: Für die Gemeinden Hasloh und Bönningstedt kommen Umstände hinzu, die für weitere Verzögerungen sorgen und die Kosten auf rund 40.000 Euro nahezu verdoppeln.

Während der jüngsten Sitzung des Hasloher Finanzausschusses erläuterte Arthur Lipp, Projektleiter des mit der Erstellung der Eröffnungsbilanz beauftragten Dienstleisters PCO aus Tangstedt, den Politikern die Gründe: „Das Amt Pinnau arbeitet mit einer anderen Software als die Stadt Quickborn“, sagte Lipp. Es müsse nun ein Weg gefunden werden, wie die Verwaltungsgemeinschaft auf die vorhandenen Daten zugreifen und diese bearbeiten könne, so Lipp weiter.

Auch die Jahresabschlüsse aus 2009 bis 2012 müssten in dieser Software erstellt werden, erläuterte Lipp. Einen Arbeitsplatz in Rellingen beim Amt Pinnau einzurichten sei jedoch problematisch, weil sämtliche Akten inzwischen in Quickborn lagerten.

„Wir sind im Gespräch mit dem Software-Hersteller, um herauszufinden, ob die Daten, die Hasloh und Bönningstedt betreffen, separiert werden können“, erklärte Lipp. Eine besondere Herausforderung stellten dabei die Verflechtungen dar, die durch die Führung der gemeinsamen Amtskasse entstanden seien. „Es wäre beispielsweise möglich, per Standleitung von Quickborn aus Zugriff auf die Daten zu erhalten“, sagte Lipp.

Damit entfiele auch der Erwerb einer Lizenz für die Software. „Das bedeutet aber auch, dass der Software-Hersteller die Gemeinden Bönningstedt und Hasloh nicht mehr als Kunden betrachtet“ – und damit die Lösung des Problems nicht als höchste Priorität einstufe. „Der Flaschenhals ist im Augenblick die Software“, so das Fazit von Lipp.

Ein weiterer Grund für die Verzögerung sei der Mehraufwand bei den Bewertungen. „Die Informationen waren aufgrund der Aktenführung an sehr unterschiedlichen Stellen zu finden“, beschreibt Lipp die Schwierigkeiten und gibt rundheraus zu: „Das hatten wir uns einfacher vorgestellt.“

Bis auf Restarbeiten bewertet worden sei inzwischen das Straßeninfrastrukturvermögen, noch offen unter anderem das immaterielle Vermögen, offene Forderungen sowie die weiteren Aktiva der Bilanz. Weitgehend übernommen werden konnten die durch das Amt Pinnau durchgeführten und übergebenen Gebäudebewertungen. „Wir rechnen derzeit mit einem weiteren Arbeitsaufwand von 14 Tagen“, so Lipps Prognose. Vorausgesetzt allerdings, dass nicht weitere Hürden auftauchten.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen