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Kantorei Quickborn : Proben für Mozarts Requiem

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das berühmte Werk aus der Musikgeschichte wird bei einem Konzert am 15. November gezeigt.

Quickborn | Es gibt wohl kaum ein Musikstück, um das sich derart viele Mythen und Legenden gebildet haben wie um das Requiem von Mozart. Im Frühsommer 1791 erhielt der Komponist von einem unbekannten „grauen Boten“ den Auftrag zur Komposition einer Totenmesse. Makaber: Mozart starb während der Komposition.

„Die Vorstellung, dass Mozart das Requiem auf seinem Sterbebett geschrieben hat, ist beeindruckend“, sagt Kirchenmusiker Michael Schmult. Aus diesem Grund haben sich der Organist, das Ensemble Cantate und die Quickborner Kantorei des wohl berühmtesten Werks der Musikgeschichte angenommen. Am Sonnabend, 15. November, kommt es in der Marienkirche zur Aufführung. Beginn ist um 18 Uhr.

„Jetzt fehlt nur noch der Feinschliff. Nächste Woche ist die letzte Probe“, sagt Schmult. Seit Anfang des Jahres üben die etwa 60 Sänger im Alter von 18 bis über 80 Jahren regelmäßig im Gemeindehaus. Wie nun auch am vergangenen Mittwochabend. Und siehe da: Alle drei Pastoren der evangelischen Gemeinde Quickborn-Heide sind auch mit von der Partie.

„Das Oratorium ist eine große Herausforderung für einen Laienchor“, sagt Schmult. Doch die Kantorei lobt der Organist in den höchsten Tönen. „Mit einem durchschnittlichen Chor wäre das nicht zu machen“, so der Chorleiter.

Jedes Jahr präsentiert der Chor ein großes Oratorium

Jedoch können die Sänger aus Quickborn und den Umlandgemeinden auch auf viel Erfahrung zurückgreifen. Denn jedes Jahr präsentiert der Chor ein großes Oratorium. Das hat Tradition. Vergangenes Jahr kam beispielsweise das „Deutsche Requiem“ von Johannes Brahms zur Aufführung und zuvor die Oratorien „Elias“ und „Paulus“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Alle Aufführungen waren ein Erfolg.

Nun aber Mozarts berühmtes Requiem: Die Sänger und Sängerinnen sind gefordert – besonders bei den Koloraturen: „Das sind viele Töne auf einer Silbe. Es ist leichter, einen Ton auf jeder Silbe zu singen“, erklärt der Musikexperte. Das probt Schmult mit seinen Sängern, immer wieder, aber er ist schon zu diesem Zeitpunkt mehr als zufrieden mit dem Ergebnis, denn das Engagement des Chors ist überaus groß. Viele übten auch zu Hause. Aber auch das ist eine Motivation: „Singen in einem großen Chor macht Spaß“, sagt Jule Molchin (18). Die Elsensee-Gymnasiastin ist die Jüngste in der Kantorei.

Zu den Laiensängern stoßen bald noch die Profis. Am Sonnabend werden auch die Solisten Ilse-Christine Otto (Sopran), Uta Grunewald (Alt), Svjatoslav Martynchuk (Tenor) und Konstantin Heintel (Bass) auf der Bühne in der Kirche stehen – ein musikalisches Hörerlebnis, das sich kein Mozart-Fan entgehen lassen sollte: Der Eintritt beträgt 18 Euro beziehungsweise ermäßigt 15 Euro.

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erstellt am 31.Okt.2014 | 16:00 Uhr

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