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Johanniter-Schule in Hasloh? : Privatschule: Eltern flirten mit Hasloh

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Nach der Absage in Hamburg: Bürgermeister Brummund empfängt die Elterninitiative, die dringend Bauland sucht.

shz.de von
erstellt am 25.Jan.2014 | 16:38 Uhr

Alle schauen auf Hasloh und das Mega-Bauprojekt Neue Mitte: Auch die Elterninitiative der Johanniter-Grundschule in Quickborn. Nachdem die Verantwortlichen in Hamburg ihre Pläne für eine weiterführende Privatschule mit gymnasialem Zweig aus Kostengründen begraben haben (wir berichteten), suchen die Eltern nach einer Möglichkeit, das Projekt doch noch zu verwirklichen. Wenn möglich auch mit einem anderen Träger als den Johannitern.

„Ich habe ein Gespräch mit den Eltern geführt. Wir haben aber nichts beschlossen“, sagte Haslohs Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD). In den Fraktionen soll allerdings besprochen werden, inwieweit man den Eltern bei der Suche nach einem Grundstück für eine Privatschule helfen kann.

In Haslohs Neuer Mitte werden im ersten Bauabschnitt 39 Wohneinheiten und die evangelische Kindertagesstätte gebaut. In Planung sind auch ein Kirchengemeindezentrum und eine Seniorenwohnanlage. Platz für eine Privatschule wäre dort auch.

Unterdessen wird der Druck auf die Johanniter-Unfallhilfe in Hamburg immer größer. 2012 zog die Johanniter-Grundschule von der ehemaligen Polizeistation in Container an den Justus-von-Liebig-Ring. Die Interimslösung sollte zwei Jahre dauern. Im vergangenen Jahr kippten die Johanniter ihre Neubaupläne für eine große Privatschule auf dem Gelände der Schokoladenfabrik. Eltern sind seitdem verunsichert, die Zahl der Anmeldungen ist zurückgegangen.

„Wir planen nach wie vor unsere Grundschule in Quickborn oder näherer Umgebung auf einem geeigneten Grundstück oder in einer Bestandsimmobilie zu verwirklichen und sind noch auf der Suche“, sagte Maria Egleder, Sprecherin der Johanniter-Unfallhilfe, Regionalverband Hamburg. In Hasloh hätten die Johanniter jedoch nicht angefragt. „Wir unterstützen den Wunsch der Eltern nach einer weiterführenden Schule“, sagte die Johanniter-Sprecherin.

„Es ist völlig legitim, unterschiedliche Angebote einzuholen und Örtlichkeiten anzuschauen“, sagte Jörn Kruse (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung. Nun obliegt es ihm und seinem Ausschuss, festzulegen, was auf dem Gelände der Schokofabrik gebaut werden soll. „Die Vertragsverhältnisse zwischen dem Investor Lorenz und den Johannitern sind aufgelöst worden. Der Investor wird uns eine neue Planung vorlegen“, informierte Kruse. Lorenz hatte ursprünglich vor, in Kooperation mit den Johannitern Betreutes Wohnen anzubieten.

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