zur Navigation springen

Tangstedt : Preisverleihung auf der 23. Kreiskaninchenschau

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Der Vorsitzende des Kreises Pinneberg bedauerte in seiner Ansprache zutiefst die rückläufigen Zahlen beim Nachwuchs.

shz.de von
erstellt am 13.Nov.2017 | 16:02 Uhr

Tangstedt | „Ich finde das Gold so schön“, sagte Lasse Huckfeldt, nachdem er den Pokal der Gemeinde Tangstedt für das „Beste Tier“ in der Jugendwertung UJ63 bei der Kreiskaninchenschau in der Gemeinde Tangstedt an diesem Wochenende entgegengenommen hatte. Der Sechsjährige meinte mit „Gold“ die Fellfärbung seines Kaninchens der mittelgroßen Rasse der „Thüringer“. „Wenn man ins Fell bläst, kann man es besser sehen“, erläuterte der junge Nachwuchsfachmann. Lasse erzielte mit seinem vier Kilogramm schweren, im März geborenen Rammler stolze 97 von 100 Punkten und erhielt damit die Bewertung „V“, was für „vorzüglich“ steht.

Sein erstes Kaninchen bekam der Junge mit zwei Jahren zu Weihnachten geschenkt. Zwei Tiere leben bei den Huckfeldts zu Hause in Tangstedt. Die anderen dreizehn Zuchttiere leben bei den Großeltern in Ställen. Lasse tritt mit seinem Hobby in die Fußstapfen seines Vaters André, der selbst seit seiner Kindheit Kaninchen züchtet.

Dieses Beispiel für erfolgreichen Nachwuchs für die Zuchttierfreunde, wie Uwe Eggers die Gäste der Ausstellung begrüßte, ist kein Normalfall. Der Vorsitzende des Kreises Pinneberg bedauerte in seiner Ansprache zutiefst die rückläufigen Zahlen. Zur diesjährigen 23. Kreiskaninchenschau hatten sich Züchter aus vier Vereinen mit insgesamt 213 Rassekaninchen angemeldet, 40 weniger als im Vorjahr. Dabei seien insbesondere in Tangstedt die Rahmenbedingungen so gut. „Alle jammern, dass sie keine Halle haben. Hier ist es so schön“, sagte Eggers an Bürgermeisterin Henriette Krohn gerichtet.

Krohn versicherte, dass sie froh sei, dem Verein die Räumlichkeiten zur Verfügung stellen zu können. Schließlich handle es sich um eine sehr lange Tradition aus den Anfängen der 1990er Jahre, sagte sie. „Tangstedt profitiert im Anschluss an die Auszeichnungen ja auch von dieser schönen Ausstellung insbesondere für Familien und Kinder“, sagte die Bürgermeisterin. Der Landesverbandsvorsitzende Michael Lüttje bedauerte ebenso die Nachwuchsproblematik seines Hobbies. „Ich weiß nicht, ob wir es über das Jahr 2030 schaffen werden“, befürchtete er.

Einerseits gebe es heutzutage für Kinder und Jugendliche vielfältige Angebote, erläuterte Lüttje. Andererseits sei die Zucht von Tieren eine große Verantwortung an 365 Tagen des Jahres, die nicht einfach weggestellt werden könne, wenn man mal keine Lust habe. Es sei daher die Unterstützung der Familie fast unabdingbar, auch was die Haltung selbst angehe, sagte der Fachmann weiter. Für das Fortbestehen seiner Zunft wünsche er sich mehr jüngere Leute mit neuen Ideen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen