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Quickborner Verwaltungsgemeinschaft : Positive Bilanz aus Quickborn

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Es war ein schwieriges Jahr nach der Ausamtung der Gemeinden Hasloh und Bönningstedt, sagt Michael Görres im Interview.

shz.de von
erstellt am 02.Jan.2014 | 15:00 Uhr

Was läuft reibungslos?
Michael Görres:
Alle Verwaltungstätigkeiten und die Zusammenarbeit mit den politischen Gremien der Gemeinden. Hier sind die Aufgaben aus dem Bereich "Einwohnerservice" unter anderem Pässe, Reisepässe, Personenstandswesen besonders zu nennen. Von dort wird nicht nur die Besetzung der Gemeindebüros geregelt, sondern auch die Sorge für die Sicherstellung der sehr kundenfreundlichen Öffnungszeiten des Quickborner Rathauses getragen.

Was ist noch im Adjustierungsprozess begriffen?
Görres:
Die Verwaltungsgemeinschaft hat in der Startphase die bisher praktizierten und für den ehrenamtlichen Bereich bekannten und gewohnten Abläufe - die zum Teil durch beispielsweise Hauptsatzungsregelungen vorgegeben sind - zunächst unverändert übernommen. Aus der Erfahrung heraus konnten dann Vorschläge für eine "Verschlankung" von Abläufen unterbreitet und umgesetzt werden. Dabei ist die auf allen Seiten und bei allen Beteiligten bestehende Bereitschaft zu betonen, im gegenseitigen Interesse tragfähige Lösungen zu finden.

So wurde beispielsweise von der Stadt Quickborn Mitte des Jahres das Ratsinformationssystem ALLRIS eingeführt, das bei den Gemeinden Bönningstedt und Hasloh bereits im Einsatz war. Damit nutzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Aufgaben im Sitzungsdienst sowohl für den Bereich der Stadt Quickborn als auch für die Bereiche der Gemeinden die identische An-wenderplattform.

Es steht an, über weitere Möglichkeiten von (Nach-)Steuerungen zu sprechen. Ziel ist es auch, zu weiteren Entlastungen des ehrenamtlichen Elements zu kommen. Dazu zählen unter anderem die Regelungen der Hauptsatzungen (Anpassung oder Änderung von Wertgrenzen, Übertragung von Entscheidungsbefugnissen) oder auch die Überprüfung der Zuteilung der Aufgabenbereiche der gemeindlichen Ausschüsse.

Reicht die Anzahl der Mitarbeiter für die anfallenden Arbeiten aus? Gibt es Bereiche, für die mehr Fachkräfte gebraucht werden?
Görres: Der ermittelte Stellenbedarf stützte sich auf eigene Ermittlungen und den Daten von zwei Beratungsbüros. Aktuell wird durch einen Externen ein Effizienzgutachten für die gesamte Stadtverwaltung erstellt. Nach der Zeitplanung werden diese Ergebnisse Anfang des Jahres 2014 vorliegen. Wesentliche neue Erkenntnisse zeichnen sich nicht ab.

Was waren die großen Herausforderungen für die Verwaltung bezüglich Hasloh und Bönningstedt?

Görres: Es begann mit 500 Kartons, die aus der Amtsverwaltung Pinnau im Dezember 2012 in das Rathaus Quickborn gebracht wurden. Die Herausforderung, sich in ganz kurzer Zeit einen Überblick über die Inhalte der Kartons zu verschaffen, wurde von den Mitarbeitern der Stadtverwaltung gemeistert.

Besonderheiten, die aus der bisherigen Amtsangehörigkeit der Gemeinden resultierten, mussten erkannt und in die Verwaltungstätigkeit einbezogen werden. Ortskenntnisse in den Gemeinden selbst, in deren Einrichtungen, bei den Liegenschaften mussten kurzfristig erlangt werden. Hier waren die gemeindlichen Beschäftigten eine große Hilfe, die dankend angenommen wurde. In Hasloh hat die neue Mitte und in Bönningstedt die Aufstellung des Haushaltes besondere Herausforderungen mit sich gebracht.

Welche Ziele hat sich die Verwaltung für das kommende Jahr gesetzt?
Görres: Die Fortsetzung der erfolgreichen Begleitung der beiden Gemeinden im Rahmen der Verwaltungsgemeinschaft. Ab 2014 können wir von Routinebetrieb sprechen.

Welche Bilanz zieht die Verwaltungsgemeinschaft nach dem ersten Jahr?
Görres: Der Start in die Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Quickborn mit den Gemeinden Bönningstedt und Hasloh ist gelungen. Grundlage dieses Gelingens war mit Sicherheit, dass die Verhandlungen im Vorfeld vom dem Begegnen auf Augenhöhe geprägt waren und auch in der gelebten Wirklichkeit sich dieses partnerschaftliche Verhältnis fortsetzt. Die erwarteten Synergien können gehoben werden. Veränderungsbedarf wird nicht gesehen. Die Erwartungen an die Verwaltungsgemeinschaft wurden erfüllt.

Das Interview führte Ute Springer.

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