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Quickborner Tageblatt

13. Dezember 2017 | 22:30 Uhr

Plan enthält plötzlich eine Querung

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Schlagabtausch um Grafik einer Trasse zur Gronau

von
erstellt am 16.Apr.2016 | 16:00 Uhr

Für Irritationen im Quickborner Stadtentwicklungsausschuss hat die Planzeichnung eines neuen Gewerbegebiets gesorgt. Das Gremium beschloss einstimmig, es in Quickborn-Heide auf einem etwa 20 Hektar großen Acker zwischen der Pascalstraße und dem Ohlmöhlenweg auszuweisen.

Das Problem: Auf die Leinwand in der Mensa der Comenius-Schule wurde ein Plan mit einer Trasse durch das Gewerbegebiet hin zu einer möglichen, seit Jahrzehnten umstrittenen Gronauquerung projiziert. Zudem ist in der von Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) unterzeichneten Beratungsvorlage zu lesen, es müsse „bei der Erschließungsplanung des Baugebiets und der späteren Veräußerung der Baugrundstücke berücksichtigt werden, ob ein möglicher Trassenkorridor erhalten bleiben soll“.

Grüne und SPD widersprachen vehement. Sonja Kruse (Grüne) erinnerte an den Beschluss, die Planung des Gewerbegebietes von der Diskussion über die Gronauquerung abzukoppeln – wie es in der Beschlussvorlage auch zu lesen ist. Wolfgang Tröger (SPD) bestätigte sie darin.

Köppl distanzierte sich daraufhin von der Zeichnung: „Diesen Plan hier sehe ich das erste Mal“, sagte er und bat die Politiker darum, die Gronauquerung gedanklich zu streichen. „Aber wenn das wieder aufgenommen wird, und es eine politische Mehrheit gibt, ist es okay“, fügte er hinzu.

Das Ausschussmitglied Bernd Kleinhapel (CDU) meldete allerdings Beratungsbedarf in der Fraktion an. Nach einer Sitzungsunterbrechung verkündete Köppl: „Die Verwaltung zieht diesen Plan zurück. Wir verfolgen die Gronau-Querung bei diesem B-Plan-Verfahren nicht.“

Einwände brachte auch der Landwirt Heiner Schröder vor. Einige seiner Felder in der Nachbarschaft seien jüngst erstmals überflutet worden. „Das liegt an der Versiegelung“, sagte er. Köppl zufolge werden jedoch mit der Ausweisung des Gewerbegebiets die Ableitungen in die Gronau sinken. Laut Beratungsvorlage soll für die Entwässerung ein Pumpwerk errichtet werden.

Das Areal wird den vierten Abschnitt des Gewerbegebiets Nord darstellen, in dem zurzeit keine Flächen mehr frei sind. Insbesondere sollen kleinere Betriebe aus dem verarbeitenden sowie dem Dienstleistungssektor angesiedelt werden. Auch die Gewerbegebiete Mitte, Güttloh und Ost sind vollständig bebaut.

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