zur Navigation springen
Quickborner Tageblatt

23. August 2017 | 00:48 Uhr

Quickborn : Plakatausstellung in Quickborn

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Schau im Quickborner Rathaus soll auf das ungleiche Einkommen von Frauen und Männer aufmerksam machen.

Quickborn | „Mädchen bekommen weniger Taschengeld als Jungen. Frauen erhalten fast 22 Prozent weniger Gehalt pro Stunde als Männer. Die Rente von Frauen ist fast 60 Prozent niedriger als die von Männern.“ Es sind diese drei Fakten, die Hannah Gleisner auflistet, um auf die Notwendigkeit des Equal Pay Days am Freitag, 20. März, hinzuweisen. In Quickborn hat die Gleichstellungsbeauftragte dazu eine Ausstellung organisiert und eine Fair-Pay-Aktion ins Leben gerufen.

„Die Gründe für die Lohnunterschiede sind vielfältig: Teilzeittätigkeit, Erwerbspausen aufgrund von Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen, gering bezahlte Berufsbilder, anderes Verhandlungsverhalten und vieles mehr“, umreißt Gleisner, wie vielschichtig und komplex das Problem ist. Für sie geht damit einher, dass es „kein reines Frauenthema ist, sondern ein gesamtgesellschaftliches“.

So steht außer Frage, dass sich die Gleichstellungsbeauftragte über weibliche und männliche, junge und alte Besucher der Plakatausstellung im Foyer des Quickborner Rathauses gleichermaßen freut. Noch bis Dienstag, 24. März, können sich dort alle interessierten Bürger anhand von Statistiken, aufbereiteten Zahlen und Zeitungsartikeln über das Thema informieren.

Die Ausstellung hat Gleisner mithilfe ihrer Kolleginnen aus dem Kreis Pinneberg konzipiert, zusammengestellt wurde sie von der Halstenbeker Gleichstellungsbeauftragten Celia Letzgus. Zwei Stellwände, jeweils Vorder- und Rückseite – mehr bedarf es nicht, um wesentliche Fakten und Forderungen zur (un-)gleichen Bezahlung von Frauen und Männern plakativ darzustellen. „Ich finde den Standort gut gewählt“, sagt Gleisner. „Manche können hier per Zufall gucken und Ideen mitnehmen, andere können gezielt kommen.“ Was das Problem am deutlichsten macht? Eine Liste mit 70 Berufen, vom Call-Center-Mitarbeiter bis hin zum Umwelt-Ingenieur. „Da gibt es keinen einzigen, bei dem Frauen durchschnittlich mehr verdienen als Männer“, sagt Gleisner.

Am Equal Pay Day selbst, am Freitag, 20. März, findet in Quickborn außerdem eine Fair-Pay-Aktion in Zusammenarbeit mit dem Bistro Italiano Unico, Bahnhofstraße 58, statt. „An diesem Tag bezahlen Frauen 22 Prozent weniger für ihr Essen“, berichtet Gleisner. „So soll auf die ungerechte Bezahlung aufmerksam gemacht werden.“

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 18.Mär.2015 | 10:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen