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Verzögerung : Peter-Lunding-Schule in Hasloh: Bauarbeiten dauern länger

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Ursache für die Verzögerung ist der Brandschutz in einem angebauten Klassenraum

shz.de von
erstellt am 10.Nov.2017 | 12:30 Uhr

Hasloh | Die Sanierungsarbeiten an der Peter-Lunding-Schule in Hasloh sind in vollem Gang. Doch nun kam es laut Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) zu Verzögerungen des Bauprojektes.

„Es gibt Probleme mit einem in den 90er Jahren angebauten Klassenraum. Da müssen Nachbesserungen aus Brandschutzgründen erfolgen“, erklärte der Bürgermeister während der Sitzung des Bau- und Wegeausschusses.

Dass die Kosten wegen der zusätzlichen Maßnahme leicht steigen, sei zu vermuten. Jedoch tappen die Politiker bei der Kostenentwicklung momentan noch im Dunkeln. Auch wisse er nicht, um wie viele Tage, Wochen oder gar Monate sich der Bau verzögern werde, bedauerte Brummund

Wie berichtet, betragen die Gesamtkosten des Projektes 4,2 Millionen Euro. Die Gemeinde erhielt für die Baukosten einen Zuschuss in Höhe von 750 000 Euro.

Bei Eckhard Stapelfeld (FDP) stieß die Unkenntnis der derzeitigen Kosten auf Unverständnis. „Wir sind der Bauausschuss und wir haben keinerlei Zahlen. Wir wissen überhaupt nicht woran wir gerade sind“, beschwerte er sich während der Sitzung. Das Gremium sei so nicht fähig, in Ausnahmesituationen die Notbremse zu ziehen. Seit mehr als einem Jahr habe er die Forderung nach einer Kostenkontrolle gestellt, betonte der FDP-Politiker.

Auch Kay Löhr (FDP) forderte Klarheit. „Es gibt immer eine Kostenkontrolle sowie ein Bauzeitentagebuch. Das muss geführt werden“, sagte Löhr. Die Gemeinde sei Bauherr des Projektes und stets in der Pflicht, diese Berichte einzufordern, um die notwendige Transparenz zu wahren.

Löhr sieht schon jetzt den Antrag der FDP-Fraktion gefährdet, der im Finanzausschuss am Mittwoch, 15. November, besprochen werden soll. Darin bittet die FDP-Fraktion um einen Bericht über die aktuelle Kostenentwicklung des Bauvorhabens. „Es wird gebeten, die Kosten auf Basis der Berechnung zum Maßnahmen- und Ausschreibungsbeschluss vom 16. Februar 2016 bis heute aufzuzeigen und Abweichungen zu begründen“, heißt es in dem Antrag.

Doch dies kann vermutlich während der Sitzung des Finanzausschusses noch nicht geklärt werden. Denn laut Brummund findet erst ein Tag später eine Besprechung statt, in der die Zahlen sowie die Dauer der Arbeiten erläutert werden sollen. „Es wird alles seine Gründe haben, und die erfahren wir bei diesem Gespräch“, sagte der Bürgermeister.

Die Mitglieder des Bau- und Wegeausschusses sprachen sich einstimmig dafür aus, dass an diesem Gespräch auch der Bauausschussvorsitzende Thomas Krohn (CDU) sowie die Fraktionsvorsitzenden der Parteien teilnehmen.
 

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