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Quickborn : Park & Ride-Anlage kommt nicht vor 2015

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Tanneneck: SPD fordert weiterhin Ersatzflächen für sozialen Wohnungsbau

„Es wird nicht besser“, sagte Bürgermeister Thomas Köppl (CDU). Weil der Ausbau der A7 und die Elektrifizierung der AKN noch mehr Pendler in die Bahnen locken wird, werden mehr Parkflächen an den Haltestellen benötigt.

Doch die Schaffung der neuen Park&Ride-Plätze an den Haltestellen der AKN oder der S-Bahn lässt auf sich warten. Köppl schätzt, dass am Bahnhof Tanneneck an der Bahnstraße nicht vor 2015 die geplante Park&Ride-Anlage in Betrieb gehen wird. 100 Parkplätze sollen dort auf dem ehemaligen Mobilwohnheim-Gelände entstehen. Eine Option auf weitere 100 Stellflächen soll offen gehalten werden.

Unterdessen gibt es sogar Bewegung auf dem Areal. Aber: Das Unternehmen Hoth Tiefbau hat das Grundstück an der Bahnstraße bis zum 31. August gemietet, um dort Materialien zu lagern. Im Auftrag der Deutschen Telekom verlegt das Unternehmen in Quickborn, Ellerau und Hasloh Kabel.

Hängt die Realisierung des Projekts jetzt an einem seidenen Faden? „Weder der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt noch die Ratsversammlung haben bis heute einen Beschluss gefasst, dort einen P&R-Platz anzulegen“, sagt Eckhard Schramm, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Quickborn. Richtig sei, dass Einvernehmen darüber bestehe, P&R Plätze zu schaffen. „Allerdings wird die SPD Fraktion nur zustimmen, einen Park&Ride-Platz an der Bahnstraße zu errichten, wenn die Verwaltung eine zeitnahe, adäquate Alternativlösung für den geförderten Wohnungsbau verbindlich zur Verfügung stellt“, führt der Sozialdemokrat aus.

Hintergrund: 40 Miet- und Eigentumswohnungen sollten auf dem Grundstück an der Bahnstraße entstehen. Zum Teil für kleines Geld. Doch zu Gunsten von Parkraum ist dieses Projekt nun Makulatur.

„Es gibt keinen Streitpunkt über die Park&Ride-Anlage“, betonte gestern Jörn Kruse (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung, auf Anfrage dieser Zeitung. Als Ersatzflächen für sozialen Wohnungsbau käme zum Beispiel das Gelände des ehemaligen „Gertrudenhofs“ in Frage, das zum Verkauf steht. Die Verwaltung habe zudem den Auftrag, weitere Ersatzflächen in Quickborn zu generieren. Kruse mahnte an: „Insbesondere im Hinblick auf den Ausbau der A7 und der damit zu erwartenden Stauzunahme im Kreis Pinneberg und die dadurch bedingte Zunahme von Pendlern, die auf den ÖPNV umsteigen werden, besteht dringender Handlungsbedarf.“

Bereits 2013 hatte die Quickborner CDU einen Masterplan auf den Weg gebracht. Außer der Park&-Ride-Anlage an der Bahnstraße sollen die AKN-Parkplätze Quickborn-Süd und Meeschensee erweitert werden. „Es gibt hohe Fördergelder vom Land und der Metropolregion Hamburg für solche Projekte“, weiß Kruse.

 

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erstellt am 07.Mai.2014 | 16:58 Uhr

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