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Miniphänomenta in der Schule : „Papa komm, ich zeig dir, wie das geht“

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Schüler zeigen ihren Eltern Experimente an der Hermann-Löns-Schule in Ellerbek.

von
erstellt am 10.Feb.2014 | 12:00 Uhr

Ellerbek | Spielerisch physikalische Gesetze erfahren – das ist der Ziel der „Miniphänomenta“, die auf eine Initiative des Arbeitgeberverbandes Nordmetall in Zusammenarbeit mit der Flensburger Universität zurückgeht. Die grundsätzliche Idee dabei ist, den Kindern eben nicht zu erklären, wie etwas funktioniert, sondern durch eigene Experimente das Interesse der Kinder an Naturwissenschaften und Technik zu wecken.

So auch in der Ellerbeker Hermann-Löns-Grundschule, die für Freitagnachmittag zum Familien-Experimentier-Tag eingeladen hatte. „Zwei Wochen lang haben wir 34 Experimentierstationen auf den Fluren der Schule zur Verfügung stellen können“, berichtete Schulleiterin Thorina Nielsen bei der Begrüßung. Gespannt habe sie und ihre Kollegin Sonja Wittekind die Kinder in den Pausen beobachtet. „In kleinen Gruppen wurde immer wieder etwas Neues ausprobiert“, so Wittekind. Ganz vorsichtig hätten die Kinder dabei die Exponate behandelt – nicht eines sei kaputt gegangen, lobte die Pädagogin.

Eifrig machten sich auch die Eltern daran, die aufgebauten Experimente auszuprobieren. Wasserdruck, subtraktive Farbmischung, Rohre, mit denen sich verschieden hohe Töne erzeugen lassen und vieles mehr gab es zu bestaunen. Das ungeduldige „Papa komm, ich zeig dir, wie das geht“ eines Jungen, brachte nicht nur die Pädagogen zum Schmunzeln.

„Phänomene entdecken, sich wundern, Theorien entwickeln und diese mit den eigenen Worten erklären – genau das ist es, was wir erreichen wollen“, sagt Wittekind. Neugier und Forscherdrang zu unterstützen solle im Vordergrund stehen.

„Wir wünschen uns, dass wir manche dieser Experimente den Kindern dauerhaft zur Verfügung stellen können“, kündigte Wittekind an. Eine „Hitliste“ mit den Lieblings-Stationen der Kinder sei bereits erstellt worden. „Nachbauten von Eltern sind erwünscht – Materiallisten, Bauanleitungen und auch der schulische Werkraum stehen zur Verfügung“, forderte Wittekind die handwerklich Begabten unter den Erwachsenen heraus.

Wer allerdings über zwei linke Hände verfüge, dürfe auch gern in Form einer Spende zur Bereicherung des Experimentier-Parcours beitragen. Der Appell wirkte: Spontan erklärten sich mehrere Eltern bereit, eine oder mehrere der Stationen nachzubauen.

„Diese selbst gewonnenen Erfahrungen sind eine wichtige Basis, um naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und sich mit Freude und Interesse diesen Themen widmen zu können“, verdeutlichte Wittekind den Stellenwert der Experimente.

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