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Renzler Tüddelbüddels : Opa Jakob allein im Heim

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Kleines Ensemble, kleine Bühne, kleiner Zuschauerraum, aber ganz großer Spaß: Die Renzler Tüddelbüddels überzeugten mit ihrem Theaterstück „Geld is nich allens“.

Quickborn | Kleines Ensemble, kleine Bühne, kleiner Zuschauerraum, aber ganz großer Spaß: Die Renzler Tüddelbüddels haben sich mit ihrem Theaterstück „Geld is nich allens“ zurückgemeldet und sorgten am Wochenende gleich dreimal für ein volles Dorfgemeinschaftshaus.

Dorfgemeinschaftshaus dreimal voll

Die Handlung: Jakob Harmsen (Reiner Flathmann) ist einziger Bewohner des Seniorenheims „Haus Abendfrieden“. Einerseits ist das ganz nett, denn alles dreht sich um ihn. Vor allem die treue Pflegerin Gitti (Petra Clemenz) und die Heimbesitzerin Elke Griesbeck (Silke Flathmann) sorgen sich intensiv um sein Wohlergehen. Andererseits stehen Griesbeck und ihr Sohn Jens (Thobias Hahnke) immer kurz vor der Pleite, und mehr als eine tägliche Milchsuppe ist da für Jakob nicht drin.

Die Folge: Die Stimmung im Haus ist gleich aus mehreren Gründen schlecht. Als Susanne Meyer (Ina Zoschke), zuständig für die Vergabe der gemeindlichen Zuschüsse an das Heim, überraschend auftaucht und auf Jakobs heimlich aufgegebene Kontaktanzeige hin die überdrehte Nelly (Martina Bulmahn) dem Heim auch noch einen Besuch abstattet, gerät das Beziehungsgeflecht durcheinander. Allerdings nur, um sich am Ende wieder zusammenzufügen.

Stück erfindet die Boulevardkomödie nicht neu

Das Theaterstück erfindet die Boulevardkomödie nicht neu. Aber die Renzler Tüddelbüddels begeisterten mit ihrer Spielfreude und den fein gezeichneten Charakteren, von denen die Geschichte lebt. Der herzensgute Jakob, der ab und an in die Rolle des rebellischen Opas schlüpft, die frustrierte Verwaltungsmitarbeiterin, die bei jedem noch so heuchlerischen Kompliment aufblüht und Heimleiterin Elke, die sich für keinen Winkelzug zu schade ist, wenn es darum geht, ihre Einrichtung zu halten –  es war ein herrlicher Spaß, der  sich auf der Bühne abspielte. Der Einakter aus der Feder von Gunda Gey, die in Rieseby im Kreis Rendsburg-Eckernförde das Schlietheater leitet, spielt ausschließlich in Jakobs Stube.

Hier prallen die unterschiedlichen Wünsche, Sehnsüchte und Charaktere aufeinander – aber am Ende  raufen sich alle wieder zusammen.

Neben der überzeugenden schauspielerischen Leistung des Ensembles, das das Theaterstück ohne Regisseur inszenierte, war es auch das Bühnenbild, das die Zuschauer während der Premiere am Freitag mit reichlich Applaus bedachten.

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erstellt am 20.Feb.2017 | 12:00 Uhr

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