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Sozialarbeiterinnen : Offene Ohren für alle Schülernöte

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Quickborn beschäftigt vier Sozialarbeiterinnen. Bis zu 25 Gespräche führen sie pro Woche. Ihre Stellen sind jetzt langfristig gesichert.

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Quickborn | Die Diplom-Sozialwissenschaftlerin Helga van Ellen ist seit Jahren in Quickborn tätig, Anja Sellhorn arbeitet erst seit Dezember am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium. Zusammen mit Dorothee Knobeler (Goethe-Schule und Waldschule) und Nadine Käbel (Grundschule Mühlenberg und Elsensee-Gymnasium) bilden sie ein Team von vier Schulsozialarbeiterinnen, die ein offenes Ohr für alle Schülernöte haben und auch mit Eltern und Lehrern reden.

„Die Schulen erwarten von den Schulträgern immer mehr Unterstützung im sozialpädagogischen Bereich. Vor 20 Jahren konnten sie das noch selbst leisten“, sagt Fachbereichsleiter Burkhard Arndt. Deswegen hat die Politik auch Ende 2013 die Stellen langfristig gesichert. Zuvor wurde von Jahr zu Jahr darüber entschieden. Auch gebe es keine spezielle Schulart mit besonderen Problemen. „Wir haben den Bedarf von Betreuung an jeder Schule“, so Arndt.

„Immer mehr Kinder sind heute allein, weil die Eltern zunehmend berufstätig sind und sie nicht mehr so unterstützen können“, erläutert van Ellen, die an der Comenius-Schule tätig ist. Die Probleme, mit denen die Schüler zu den Sozialarbeiterinnen kommen, sind vielfältig. Angst vor der Trennung und Scheidung der Eltern bis hin zu häuslicher Gewalt sind Probleme, die die Kinder und Jugendlichen mit in die Schule bringen. Im Fall von Gewalt und Mobbing kommt ein Gruppentraining zum Einsatz, um die Sozialkompetenz zu stärken. „Oft haben wir es mit psychosozialen Problemen zu tun. Darunter fallen Zukunftsängste und Zukunftsperspektiven“, berichtet Käbel. Auch bei schulischen und privaten Problemen helfen die vier Schulsozialarbeiterinnen.

Wenn Gespräche in der Schule nicht mehr helfen, nutzen die Sozialpädagoginnen ihr Netzwerk. Zu ihren Kooperationspartnern gehören das Jugendamt, der Wendepunkt, die Suchtberatungsstelle, die Erziehungsberatungsstelle und die Schulpsychologen des Kreises Pinneberg. „Die Arbeit macht Spaß, weil sie vielfältig ist und man mit vielen unterschiedlichen Personen zusammenarbeitet“, sagt Sellhorn. „Und es ist eine schöne Sache, wenn man erfolgreich ist“, fügt van Ellen hinzu.

Für wichtig halten es die vier Schulsozialpädagoginnen, früh mit der Arbeit zu beginnen: Je früher man ansetze, desto früher könne man entsprechende Schritte einleiten und präventiv arbeiten, denn „Schulsozialarbeit will nicht nur intervenieren“, so Sellhorn.

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