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Traditionstreff in Quickborn : "Nur noch Geld draufgelegt"

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Besucher bleiben weg: Quickborner Landwirt Hans-Carsten Ramcke erklärt das Aus für einst beliebten Trecker-Treff.

von
erstellt am 15.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Sein Herz schlägt für alte Traktoren, für Fabrikate mit den Namen Hanomag, Ferguson, Ritscher Deutz und Lanz Bulldog. Seine Leidenschaft hat der Quickborner Landwirt Hans-Carsten Ramcke 23 Jahre lang mit den Eulenstädtern geteilt, indem er und sein Verein „Oldtimerfreunde“ alljährlich zum Trecker-Treff einluden – ein großes Familienspektakel mit einer Präsentation von mehr als 200 historischen Traktoren, Bremswagenziehen, Geschicklichkeitsfahren, Dreschvorführung sowie einem Teile- und Bauernmarkt.

Doch Ramcke verkündet jetzt das Aus: „Der Trecker-Treff findet nicht mehr statt. Es lohnt sich finanziell nicht mehr. Die vergangenen vier Jahre habe ich nur Geld draufgelegt“, erläutert er. Die Besucher blieben weg, obwohl er viel Werbung für die Veranstaltung gemacht und das Wetter zumindest im vergangenen Jahr mitgespielt habe. „Auch auf meinen Sieger-Pokalen bin ich sitzen geblieben“. Etwa 600 Euro habe er 2013 draufzahlen müssen. Zirka 10 000 Euro kostet die Sause, die Ramcke aus eigener Tasche zahlt. Bei einem Eintritt von drei Euro müssten mehr als 3000 Besucher kommen. Zu den besten Zeiten waren es noch mehr. Sogar von fern reisten die Trecker-Fans an und übernachteten auf der Wiese. „Schade, dass wir die 25 Jahre nicht mehr voll bekommen“, bedauert er.

1991 wurde das erste Treffen organisiert, an dem bereits 62 Treckerfreunde teilnahmen. 2005 fanden schon mehr als 2500 junge und alte Besucher den Weg zur Festwiese. Warum die Besucher jetzt ausblieben, weiß Ramcke nicht. Traurig sei er nicht, „weil es vorbei ist“. Vielleicht gebe es einen Nachfolger. Dem wolle Ramcke dann mit Rat zur Seite stehen.

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