Kitastreik in Quickborn : Notbetrieb im Zauberbaum

Die Gewerkschaft Verdi hatte die Mitarbeiter des Sozial- und Erziehungsdienstes in den Kreisen Pinneberg und Steinburg von heute an zum unbefristeten Warnstreik aufgerufen.
Die Gewerkschaft Verdi hatte die Mitarbeiter des Sozial- und Erziehungsdienstes in den Kreisen Pinneberg und Steinburg von heute an zum unbefristeten Warnstreik aufgerufen.

17 Erzieherinnen treten in den unbefristeten Ausstand. Betreuung nur für 30 Kinder.

shz.de von
08. Mai 2015, 10:00 Uhr

Quickborn | Der bundesweite Streik der Beschäftigten in kommunalen Kindertagesstätten (Kita) trifft Quickborn. In der städtischen Kita Zauberbaum legen laut Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) heute bis zu 17 Erzieherinnen die Arbeit nieder.

Das hat Folgen. „Wir können nicht mehr als 30 Kinder in der Notbetreuung unterbringen“, erklärte Carsten Möller, zuständiger Fachbereichsleiter der Stadt auf Anfrage des Quickborner Tageblatts. Etwa 120 Kinder müssten zu Hause betreut werden. Wegen krankheitsbedingter Ausfälle stünden maximal fünf Mitarbeiter zur Verfügung, die Kinder in zwei Notgruppen betreuten. „Der Zauberbaum wird bestreikt“, bestätigte Sabine Böse, Mitglied der GEW-Landesfachgruppe Sozialpädagogische Berufe. „Um acht Uhr versammeln sich die Streikenden vor der Kita.“

Die Gewerkschaft Verdi hatte die Mitarbeiter des Sozial- und Erziehungsdienstes in den Kreisen Pinneberg und Steinburg von heute an zum unbefristeten Warnstreik aufgerufen. Hintergrund sind die gescheiterten Tarifverhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände. An den vorherigen Warnstreiks hatten sich dreimal auch Erzieherinnen des Zauberbaums beteiligt, nun treten sie in den unbefristeten Ausstand. „Wir stellen uns auf einen längeren Streik ein und sind motiviert, das durchzuziehen“, kündigte eine Erzieherin gegenüber dem Quickborner Tageblatt an. „Unser Ziel ist es, die Eltern nicht im Regen stehen zu lassen“, betonte Möller. Deshalb solle während eines Treffens mit den Eltern geklärt werden, wie im Falle anhaltender Streiks verfahren werden könne.

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