Rettungswache Quickborn : Noch mehr Sicherheit für die Bürger

Diese Rettungsassistenten starten zu ihren Einsätzen vom Standort Quickborn aus: Jan Heinrich (von  links), Alexander Buschmann, Marc Welke, Sebastian Rinow, Markus Tembrockhaus und Melanie Schöning.
Diese Rettungsassistenten starten zu ihren Einsätzen vom Standort Quickborn aus: Jan Heinrich (von links), Alexander Buschmann, Marc Welke, Sebastian Rinow, Markus Tembrockhaus und Melanie Schöning.

Umbau der Wache an der Kieler Straße: DRK und Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein feiern Richtfest

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21. Juni 2014, 10:00 Uhr

Quickborn | Vor Jahren wurde noch heftig darüber diskutiert, ob Quickborn überhaupt eine Rettungswache benötigt, weil es zu wenig Einsätze gab. Doch davon redet heute niemand mehr. Die Rettungswache an der Kieler Straße wurde 2003 bezogen. Seit Dezember 2013 steht fest: Die Wache wird umgebaut und erweitert. Aus gutem Grund, denn 2013 gab es insgesamt 4000 Einsätze.

Nun geht es rasant voran: Im März war Baustart, jetzt feierten das DRK und die Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) Richtfest. Und bereits Anfang Dezember soll der Neubau bezugsfertig sein – wenn das Wetter mitspielt.

„Wegen des demografischen Wandels steigen die Einsätze. Das ist mit einem Fahrzeug allein nicht zu leisten“, begründet Sebastian Rinow, stellvertretender Leiter der Rettungswache, die Erweiterung.

Mit zwei Rettungsfahrzeugen vom Typ RTW und 18 Mitarbeitern wird dem zunehmenden Bedarf Rechnung getragen. Planerisch muss sichergestellt werden, dass die Einsatzkräfte innerhalb von zwölf Minuten am Notfallort eintreffen. Immerhin ist die Rettungswache für das Einsatzgebiet Barmstedt, Bönningstedt, Hasloh und Quickborn zuständig. Außerdem ist die Rettungswache für Notfalleinsätze in Ellerau zuständig. Ein Einsatzgbiet mit etwa 35.000 Einwohnern.

Auch der Umstand, dass die Station rund um die Uhr besetzt ist, spiegelt sich in der Architektur wider: So sind in dem Anbau von etwa 160 Quadratmetern zwei Schlafräume und fünf Ruheräume sowie Büro und Waschraum untergebracht. Es gibt separate Umkleideräume, denn unter den Rettungsassistenten sind vier Frauen.

„Es gab eine Menge Ausbauarbeiten. Außerdem mussten die bestehenden Anlagen umgebaut werden“, beschreibt der Ellerauer Bauunternehmer Jens Wrage die Herausforderungen im Zuge der Sanierung. Vier bis sechs Handwerker seien täglich mit dem Umbau beschäftigt.

Dafür investiert der DRK Ortsverein Quickborn 450.000 Euro. „Wir vermieten die Räume an die Rettungsdienst-Kooperation. Wir sind daran interessiert gewesen, die Rettungswache zu erhalten“, erklärt DRK-Sprecher Trutz Heggblum.

Auch die Politik hatte ein Wort mitzureden, denn das DRK hat das Grundstück von der Stadt auf Erbpacht erhalten. „Es war ein Selbstgänger in den Gremien“, so Bürgermeister Thomas Köppl (CDU). Er begrüßte die Erweiterung der Rettungswache: „Für die Quickborner Bürger ist das sehr wichtig. Die Erreichbarkeit für Notfälle verbessert sich deutlich und auch der Standort Quickorn ist damit gesichert.“

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