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Bönningstedt : Niemand will die Bürgerstuben kaufen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Seit langem steht das Gebäude schon leer. Der Verkauf gestaltet sich schwierig - eine europaweite Ausschreibung ist erforderlich.

„Mein Bestreben ist es, dieses Gebäude wieder zum Leben zu erwecken“, sagt Rolf Lammert (CDU), der seit einiger Zeit als Vorsitzender den „Arbeitskreis Bürgerstuben“ leitet. Vorrangiges Ziel: Der Verkauf von Grundstück und Gebäude. Die Bemühungen schienen erfolgreich zu sein: Im August sollte von einer Anwaltskanzlei ein Vorvertrag angefertigt werden, der dann an einen potenziellen Käufer weitergeleitet werden sollte.

Es kam anders: „Als wir beim Anwalt waren, teilte der uns mit, dass der Verkauf ausgeschrieben werden muss“, berichtet Lammert. Eine Anfrage diesbezüglich, die bereits im Februar an die Quickborner Verwaltungsgemeinschaft gestellt worden war, sei im April dahingehend beantwortet worden, dass eine Ausschreibung nicht vonnöten sei, so Lammert weiter.

Das bestätigt Jochen Lattmann, Pressesprecher der Stadt Quickborn, und erklärt: „Die Verkaufsparameter wurden im weiteren Verfahren durch die politischen Gremien verändert, so dass aus der Veräußerung ein Dienstleistungsauftrag wurde.“ Das aber habe zur Folge, dass die rechtliche Beurteilung sich verändert. „Der reine Grundstücks- oder Gebäudeverkauf gegen Zahlung eines Kaufpreises ist nicht auszuschreiben“, sagt Lattmann. Wohl aber die Renovierung der Umkleidekabinen und Sanitäranlagen, die fester Bestandteil des Kaufvertrages sein sollten. „Ich bin Laie und habe das als einfachen Verkauf ausgelegt“, gibt Lammert zu. Dennoch kann er seine Enttäuschung über die Verzögerung nicht verbergen. „Jetzt gehen wieder Monate ins Land, erste Ergebnisse der Ausschreibung werden wohl erst Ende des Jahres vorliegen“, sagt er.

Zuvor muss die Ausschreibung auf den Weg gebracht werden. Außer der Sanierung erwarten den neuen Eigentümer weitere Auflagen: Wettbüro und Spielhalle müssen draußen bleiben, die Kegelbahn soll dagegen erhalten bleiben. „Wir wünschen uns ein Restaurant im oberen Bereich, Sportler-Gastronomie im unteren“, so Lammert. Eine Vertragsdauer von mindestens zehn Jahren soll dabei für Kontinuität sorgen.

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erstellt am 13.Sep.2013 | 12:00 Uhr

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