Erste Familienmesse : Niedrigschwelliges Networking in Quickborn

Das Sportstacking-Team  Quickborn begeisterte die Besucher. Drei von ihnen nehmen in Kürze an der Weltmeisterschaft teil.
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Das Sportstacking-Team Quickborn begeisterte die Besucher. Drei von ihnen nehmen in Kürze an der Weltmeisterschaft teil.

Konzept von Quickborner Arbeitskreis geht auf. Erfolgreiche Premiere der Messe.

shz.de von
12. Februar 2018, 13:00 Uhr

Quickborn | Die Mitglieder des „Arbeitskreises für gemeinsames präventives Handeln in Quickborn“ waren mehr als zufrieden mit dem Erfolg ihres neuesten Projektes. Sie hatten für Samstag zur ersten Familienmesse der Eulenstadt ins Haus der Jugend am Ziegenweg 3 eingeladen.

„Die Idee war, dass Kinder, Jugendliche und ihre Eltern gemeinsam ins Haus der Jugend kommen, um sich einen Überblick über das Angebot in Quickborn zu verschaffen. Eine Vielzahl von Institutionen bietet hier Hilfe bei den unterschiedlichsten Erziehungsfragen und anderen familiären Problemen an. Und das so, dass niemand Schwellenangst haben muss“, erläuterte Birgit Hesse das Konzept der Messe.

Auch die Vernetzung der verschiedenen Institutionen untereinander sei enorm wichtig, sagte die Leiterin der Stadtjugendpflege als federführende Organisatorin weiter. Im Alltag bleibe meist nicht ausreichend Zeit, in lockerer Atmosphäre miteinander zu sprechen. Umso zufriedener war Hesse mit dem Ergebnis. „Das ist richtig toll. Überall ist man im Gespräch, alle stehen im Austausch miteinander, machen Termine“, sagte sie begeistert. Viele der mehr als zehn Organisationen, die sich präsentierten, sind auch im Arbeitskreis vertreten. Sie arbeiten Hand in Hand, ihre Projekte greifen oft ineinander und dort, wo bei dem einen das Hilfeangebot aufhört, fängt es bei dem nächsten an. So ist ein engmaschiges Netz entstanden, das bei allen Problemen eine optimale Hilfe bereithält.

„Der informelle Rahmen der Familienmesse mache es den Besuchern leicht, eventuelle Schwellenängste zu überwinden und sich ohne jede Verbindlichkeit über die einzelnen Institutionen zu informieren“, sagte Bürgermeister Thomas Köppl (CDU). Bürgervorsteher Henning Meyn (CDU) fügte hinzu, dass Quickborn in Sachen Jugendarbeit mit vielfältigen Angeboten gut aufgestellt sei. Das zeige die Veranstaltung.

Prävention in der Freizeit

Susanne Golditz stellte die Aktion Christophorus des diakonischen Werkes vor, in der sich ehrenamtliche Mentoren einmal pro Woche mit einem Kind oder Jugendlichen für eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung treffen. „Wir wollen schon ansetzen bevor es richtig schlimm geworden ist“, sagte Golditz. Sie arbeite eng mit den Schulsozialarbeitern und dem Jugendamt zusammen, um frühzeitig Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebensumständen wieder neuen Lebensmut oder einfach nur ein wenig Normalität zurückzugeben.

Meira Fuhr und Christian Chinery, ehrenamtliche Leiter des Musikprojektes im Haus der Jugend, unterhielten die Besucher mit „What shall we do with the drunken sailor“. Finja Hollin, Jasmin Heckmann, Daniel Kern und Felix Zarbock begeisterten die Besucher mit ihrer Sportstacking-Vorführung. Sie treffen sich jeden Freitag im Haus der Jugend zum Üben.

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