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Neuer Zoff um Joachim Dose: Spende nicht sofort eingezahlt

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erstellt am 18.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Ellerau | Neuer Zoff um den Kommunalpolitiker, stellvertretenden Bürgermeister (Aktives Ellerau) und Vereinsvorsitzenden von "Wir für Ellerau", Joachim Dose (Foto). Er hat eine Spende von 5000 Euro nicht sofort buchen und auf das "Wir für Ellerau"-Vereinskonto einzahlen lassen, sondern das Geld monatelang zu Hause "gebunkert". Hans Bihl, Spitzenkandidat der Ellerauer FDP und selbst Mitglied im Verein, sind die Unregelmäßigkeiten aufgefallen.

Das hat Bihl herausbekommen: Am 10. Mai 2011 übergab die Quickbornerin Rita Tensfeld, auch Mitglied des Vereins, Dose in der VR Bank Quickborn 5000 Euro in bar. Das ließ sich die Rentnerin auch quittieren. Im September 2012 erhielt sie eine offizielle Spendenbescheinigung, ausgestellt von der Gemeinde Ellerau. Als Tag der Geldübergabe wird der 15. Februar 2012 genannt. Im Januar 2013 bekam Tensfeld eine Zweitschrift. Als Übergabetag wird der 25. Mai 2011 genannt.

"Das sind doch lauter Ungereimtheiten", sagt Bihl. Und es kommt noch besser: "Das Geld wurde erst am 15. Februar 2012 beim Verein verbucht. Das sind neun Monate nach der Übergabe des Geldes", so Bihl. Er gehe sogar davon aus, dass ein Hauptteil des Betrags in Höhe von 4000 Euro erst Anfang Mai 2013 auf das Vereinskonto eingezahlt worden sei. "Es gibt eine Einzahlung. Das Geld stammt von Dose", sagt Bihl.

Dass der Vereinsvorsitzende die 5000 Euro neun Monate lang zu Hause "gebunkert" hat, bestreitet er nicht. "Es war mein Fehler, dass ich das Geld zu spät habe buchen lassen. Das gebe ich zu. Aber das Geld ist doch da. Niemandem ist ein Schaden entstanden ", sagt Dose auf Anfrage dieser Zeitung. Er sieht sich als Opfer einer Kampagne im Zuge des Kommunalwahlkampfs.

Dose war im letzten Jahr häufig durch negative Schlagzeilen aufgefallen: Er bekam Hausverbot in zwei Ellerauer Bäckereien, weil er sich einerseits mit einer Mitarbeiterin anlegte und andererseits mehrere Parkplätze blockierte. Der Ältestenrat der Gemeinde tadelte Dose und ermahnte ihn, sich seines Amtes würdig zu verhalten. Außerdem musste sich der Ellerauer noch den Vorwurf gefallen lassen, Sitzungen des Kreistags zu schwänzen.

Wie geht es jetzt weiter in der "Spendenaffäre"? Es wird eine Kassenprüfung geben und das Ergebnis wird auf der Jahreshauptversammlung des Vereins vorgetragen werden. Aber das solle erst nach der Kommunalwahl geschehen, so Dose.

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