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Immer wieder Probleme beim Ticketkauf : Neuer Rufknopf am Freibad in Quickborn

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Viele Besucher können das Ticketgerät nicht bedienen. Bei Ausfall kommen die Techniker erst nach drei Tagen.

von
erstellt am 16.Jun.2016 | 11:00 Uhr

Quickborn | Technische Neuerungen am Quickborner Freibad sollen Besuchern den Zutritt erleichtern. Die aber vermissen Personal am Eingang, das die Stadt mit Saisonbeginn durch einen Automaten ersetzte.

Mit Hilfe eines neuen Klingelknopfs am Eingang können Gäste den Bademeister rufen. Der hat über zwei Kameras den Eingangsbereich im Blick und kann für Besucher mit Kinderwagen und Rollstühlen ferngesteuert eine Pforte öffnen. Allerdings wird nicht überprüft, ob sie eine Eintrittskarte gekauft haben. Dazu fehle das Personal, räumte Uwe Scharpenberg, Leiter des Rathausfachbereichs Tiefbauten und Kommunalbetriebe, während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für kommunale Dienstleistungen ein. Das Drehkreuz öffnet sich dagegen nur, wenn Besucher ihre Eintrittskarte in einen Schlitz schieben.

Scharpenberg kündigte an, ein Angebot für einen Ticket-Scanner an der Pforte einzuholen. Dagegen sprach sich jedoch Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) aus. „Das machen wir nicht. Das lohnt sich nicht“, sagte er. Kaum kontrolliert wird, ob Erwachsene unerlaubterweise mit einem Kinderticket das Drehkreuz passieren. Theoretisch ist das möglich. Die Eintrittskarte für Erwachsene kostet vier Euro, für Kinder 1,40 Euro.

Der Ausschussvorsitzende Alfred Haack (Grüne) berichtete, dass sich ein Bekannter auf diese Weise regelmäßig günstiger Zutritt verschaffe. Die Ratsfrau Annabell Krämer (FDP) prophezeite einen steigenden Absatz von Kindertickets. „Man muss den ehrlichen Bürger vor denen schützen, die es nicht sind“, forderte sie.

Viele Saisonkarten

Köppl riet dazu, eine erste Auswertung des Verkaufs abzuwarten. Viele Erwachsene besäßen Saisonkarten. Zudem bemerkte er: „Ich glaube nicht, dass die Quickborner per se betrügerisch sind.“ Gespart hat sich die Stadt einen Wartungsvertrag. „Das lohnt sich nicht. Wenn das Gerät ausfällt, sind die Techniker in zwei bis drei Tagen da“, erläuterte Scharpenberg. Eine Übergangsregelung für den Ticketverkauf bis zum Eintreffen der Techniker sei möglich. Wie sie aussieht, erläuterte er nicht.

Vorkehrungen traf Scharpenberg gegen einen Mangel an Wechselgeld im Automaten. Der hatte jüngst eine passende Zahlung gefordert, weil Zehn-Cent-Münzen fehlten. Inzwischen füllen Stadtmitarbeiter an den Wochenenden morgens den Speicher auf, berichtete Scharpenberg. 124 Münzen dieser Größe passten hinein. „Das reicht eigentlich“, sagte er. Eine Erweiterung des Zehn-Cent-Schachts würde immerhin etwa 2500 Euro netto kosten.

Manchen Besuchern fällt die Bedienung des Automaten grundsätzlich schwer. „Täglich stehen Leute da und wissen nicht, wie sie reinkommen sollen“, berichtete die Schwimmerin Hilke Kaiser-Tahnhäuser dieser Zeitung. Drei- bis viermal habe sie Gästen bei der Bedienung des Geräts helfen müssen, darunter Senioren. „Es ist keiner da, den sie fragen können“, sagte sie. Nach Ansicht der Quickbornerin wäre es besser, wenn bei einer öffentlichen Einrichtung Personal am Eingang säße.

Gute Nachrichten gibt es zum Nichtschwimmerbecken. Wegen technischer Mängel seitens eines Lieferanten war es abgesperrt worden, sollte aber gestern eröffnet werden. mDer Automat kostete etwa 36.000 Euro. Die Stadt rechnet mit Wartungsausgaben von jährlich zirka 3000 Euro. Zuvor zahlte sie dem Kioskpächter für das Kassieren des Eintritts monatlich 2380 Euro. Die Stadt erwartete zuletzt eine Ersparnis von jährlich ungefähr 6500 Euro.

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