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Götz Nowobilski kommt zurück : Neuer Chef der Polizeistation in Quickborn

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Ehemaliger Leiter beerbt Kay Kanese im März als Chef der Quickborner Polizeistation. Anstieg bei Fahrerflucht. Zivilstreifen im Einsatz.

Quickborn | Den einen zieht es zurück in seine tatsächliche Heimat, den anderen in seine berufliche: Mitte März wird Kay Kanese seinen Posten als Stationsleiter der Polizei Quickborn an Götz Nowobilski übergeben und anschließend in Itzehoe die Stelle des Revierführungsbeamten bekleiden.

„Das ist näher an meiner Heimat“, begründete der 52-jährige Kanese gestern seine Entscheidung, sagte allerdings mit Blick auf zwei Jahre in Quickborn: „Ich gehe mit einem weinenden Auge. Es war eine anspruchsvolle Tätigkeit mit gutem Personal.“ Die Übergabe dürfte recht geräusch- und reibungslos vonstatten gehen. Denn mit Nowobilski folgt Kanese jemand, der zugleich einer seiner Vorgänger ist: Bereits zwischen 2006 und 2012 lenkte der 57-Jährige die Geschicke der hiesigen Polizeistation, bevor er ins Revier nach Rellingen wechselte.

„Aber Quickborn ist meine polizeiliche Heimat. Ich freue mich darauf, wieder in dieser Dienststelle zu arbeiten“, erklärte der Elmshorner. Kontinuität herrscht auf dem Posten des Stellvertreters, den weiterhin Carsten Sander (42) inne haben wird.

Die drei Hauptkommissare trafen sich gestern in den Räumlichkeiten der Quickborner Polizei mit dem Landtagsabgeordneten Peter Lehnert (CDU) zum Informationsaustausch. Kollegial, sachlich und zugleich humorvoll ging es zu unter den vier Männern – wobei längst nicht alle Themen Anlass zur Freude oder zum Scherzen boten.

Dazu zählt vor allem ein „deutlicher Anstieg“ der Fälle von Fahrerflucht, den seine Beamten im vergangenen Jahr zu verzeichnen gehabt hätten, wie Kanese berichtete. Er hoffe, dass diese negative Entwicklung gestoppt werden kann: „Wir können nur an jeden Fahrer appellieren, die Polizei zu benachrichtigen. Wer einen Schaden verursacht und ihn uns umgehend meldet, der gelangt nicht in den Bereich der Strafbarkeit.“

Ein „leichter Rückgang“ bei der Alltagskriminalität

Positiv gestalte sich dagegen die Entwicklung bei der Alltagskriminalität. Hier habe man einen „leichten Rückgang“ feststellen können. „Es gab erfreulicherweise weniger Fälle von Fahrraddiebstählen, Sachbeschädigungen und Körperverletzungen“, berichtete Sander. Mit Zahlen belegten die Hauptkommissare ihre Aussagen allerdings vorerst nicht – um nicht der noch zu veröffentlichenden Kriminalstatistik des Landes vorzugreifen. Auch über die aktuelle Häufung von Einbrüchen in Quickborn sprachen die Anwesenden. Aus gutem Grund: Im Februar war es an zwei Wochenenden zu insgesamt sechs Einbrüchen gekommen. „Gefühlt haben wir ein Ansteigen der Einbrüche“, sagte Lehnert und verwies auf Medienberichte, nach denen es sich dabei um organisierte Banden aus Hamburg handele, die im Umland aktiv seien. „Die Vielzahl der Einbrüche lässt nur diesen Schluss zu“, bestätigte Kanese. Der Einsatz ziviler Streifen sei eine direkte Reaktion darauf. Im Bereich der Polizeidirektion Bad Segeberg, zu der auch die Station Quickborn gehört, seien deshalb täglich zehn Streifen im Einsatz, berichtete Kanese.

In dieser Hinsicht müsse die Polizei verstärkt unterstützt werden, forderte Lehnert, und zwar von Politik und Bevölkerung zugleich. In Kiel sei bereits der Test eines Analyseprogramms im Gespräch, das in der Schweiz bereits erfolgreich zur Anwendung komme und mit dessen Hilfe die Wahrscheinlichkeit von Einbrüchen in bestimmten Gebieten berechnet werden könne.

„Außerdem wünschen wir uns aufmerksame Bürger, die ihr Umfeld beobachten und 110 wählen, wenn sie Hinweise haben“, führte Lehnert weiter aus. In letzter Konsequenz seien aber mehr Beamte notwendig, denn: „Aktuell ist die Personaldecke sehr dünn.“

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erstellt am 26.Feb.2015 | 10:00 Uhr

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