zur Navigation springen

Quickborn/Ellerau : Neuer AKN-Zugang: Wer zahlt wie viel?

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Bahnstraße: Bürger müssen weiter auf Bau warten. Die Pläne liegen auf dem Tisch.

Quickborn/Ellerau | Es ist eine unendliche Geschichte: Die Bürger warten immer noch auf einen neuen direkten Zugang zum AKN-Bahnhof Ellerau. Das Land Schleswig-Holstein wird sich jedoch nicht in diese Problematik einmischen. Das wurde während eines Gesprächs zwischen Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) und Mitgliedern des SPD-Ortsvereins in Quickborn deutlich. „Es liegt alles auf dem Tisch“, sagte der Minister und bezog sich auf die Pläne. Doch man könne noch nichts realisieren. Es liege an den Gemeinden, die Lastenaufteilung zu klären.

Darüber haben sich Quickborn und Ellerau bis heute nicht geeinigt. Als 2011 der Zugang an der Bahnstraße zum AKN-Bahnhof Ellerau von heute auf morgen durch die Eisenbahnaufsicht des Verkehrsministeriums per Maschendrahtzaun gesperrt worden ist, weil eine Überquerung der Landesstraße 76 (L76), auf der täglich bis zu 10.000 Autos und Lkw fahren, zu gefährlich sei, waren sich Quickborn und Ellerau schnell einig: Ein Zugang an einer anderen Stelle muss her, zumal es heftigen Protest aus der Bevölkerung gab, die nur noch über einen Umweg zum AKN-Bahnhof gelangen können. 

Die neue Stelle für einen Durchgang ist auch gefunden worden: In Höhe des Ohlmöhlenweges – also nur wenige Meter vom ursprünglichen Übergang entfernt – soll eine neue Querung gebaut werden. Die Kosten belaufen sich auf 145.000 Euro. Zwar gab es zunächst eine Fifty-Fifty-Einigung zwischen Quickborn und Ellerau, doch Ellerau will sich jetzt nur noch mit 25.000 Euro beteiligen, weil der Nutzen für Quickborn größer sei. Das finden die Verantwortlichen in Quickborn unfair.

Ob Ellerau wieder zurückrudert? Elleraus Bürgermeister Eckart Urban (SPD) lässt das offen. „Wir werden im Nachbarschaftsausschuss und im Finanzausschuss darüber reden“, sagte Urban auf Anfrage dieser Zeitung. 25.000 Euro seien in den Haushalt 2014 für das Projekt eingestellt worden. Obwohl der Zugang in diesem Jahr nicht mehr realisiert werde, sagte Urban: „Das Geld ist nicht verloren, auch wenn es nicht abgerufen wurde.“

zur Startseite

von
erstellt am 20.Sep.2014 | 10:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen