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Quickborner Tageblatt

17. Dezember 2017 | 14:59 Uhr

Quickborn : Neuer AKN-Zugang nicht vor 2015

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Der Streit zwischen Quickborn und Ellerau um Übernahme der Kosten geht weiter - die Anwohner haben das Nachsehen.

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Wenn zwei sich streiten, freut sich nicht immer der Dritte: Während die Stadt Quickborn und die Nachbargemeinde Ellerau sich weiterhin über die Übernahme der Kosten für den geplanten AKN-Zugang an der Bahnstraße nicht einig sind, haben die Anwohner weiterhin das Nachsehen. Und das bereits seit mehr als zwei Jahren.

2011 war der Zugang zum AKN-Bahnhof Ellerau von der Quickborner Bahnstraße aus von heute auf morgen per Maschendrahtzaun gesperrt worden. Ohne Ankündigung. Der Übergang zum Bahnhof an der Landesstraße 76 (L 76), auf der täglich bis zu 10 000 Autos und Lkw fahren, sei zu gefährlich, lautete die Begründung durch die Eisenbahnaufsicht des Verkehrsministeriums in Kiel.

Weil Fahrgäste der AKN seit der Sperrung einen Umweg, der durch einen dunklen und verschmutzten Tunnel führt, von bis zu 1,5 Kilometern in Kauf nehmen müssen, gab es heftigen Protest aus der Bevölkerung. Unterschriften wurden gesammelt. Quickborn und Ellerau versprachen schnelle Hilfe. Die Planungen für den AKN-Zugang, an denen sich auch die AKN und der Landesbetrieb beteiligten, sind im Prinzip fertig. Doch im Oktober 2013 beschloss die Ellerauer Politik, sich nicht mehr an die zuvor abgemachte Fifty-Fifty-Regelung zu halten. An den Kosten von 160 000 Euro will sich Ellerau nur noch mit 25 000 Euro beteiligen.

„Die Gewichtung stimmt nicht. Quickborn hat mehr Einwohner und ein größeres Haushaltsvolumen. In erster Linie wird der Bahnhof von Quickbornern genutzt“, rechtfertigte Elleraus Bürgermeister Eckart Urban (SPD) die Entscheidung auf Anfrage.

„Es war ein ‚Auge-in-Auge‘-Gespräch. Da sollte man sich schon an die Abmachung halten“, erwiderte gestern Bürgermeister Thomas Köppl (CDU), der die Ellerauer Entscheidung nicht nachvollziehen kann, zumal: „ Bevor Planungen in Auftrag gegeben werden, sollte man sich entscheiden, was man will“, so Köppl. Schon im Hinblick auf weitere gemeinsame Vorhaben. Beide Bürgermeister sind allerdings überzeugt, dass der AKN-Zugang gebaut wird. Urban teilte mit, dass das Thema im kommenden Nachbarschaftsausschuss beraten wird. Sollte die Ellerauer Politik sich dazu entschließen, doch noch die Hälfte der Kosten zu übernehmen, müsste das in den Nachtragshaushalt 2014 gestellt werden. Im Quickborner Haushalt sind bereits 80 000 Euro eingeplant. Dennoch: „Vor 2015 wird der AKN-Zugang wohl nicht gebaut“, lautete Urbans Fazit.

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