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Quickborner Tageblatt

12. Dezember 2017 | 13:56 Uhr

Quickborn : Neue Spitze beim Lions Club

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Stefan Böhme hat Quickborner Club mit gegründet, hat sich immer engagiert und ist jetzt für ein Jahr an die Spitze gerückt.

shz.de von
erstellt am 04.Aug.2017 | 16:30 Uhr

Quickborn | Mitglied in einem Lions Club zu sein, ist die eine Sache, an die Spitze zu rücken, eine ganz andere. Stefan Böhme ist vor einigen Jahren schon einmal gefragt worden, ob er die Präsidentschaft des Quickborner Clubs übernehmen wolle – und hat damals abgelehnt. „Ich konnte mir das vor allem aus zeitlichen Gründen nicht vorstellen“, sagt er. Auch als ihm das Spitzenamt zum zweiten Mal angetragen wurde, habe er lange und reiflich überlegt und dann zugesagt. „Wenn man dem Lions Club beitritt, hat man auch eine Verpflichtung, und deshalb habe ich mir gesagt ,Mach es‘.“ Inzwischen ist der 69-Jährige einige Wochen im Amt und fühlt sich ganz wohl in der neuen Rolle.

Böhme gehört zu den Gründungsmitgliedern des Quickborner Lions Club und ergriff zusammen mit Gleichgesinnten 2003 unter anderem deshalb die Initiative, weil er Spaß daran hat, „mit Veranstaltungen Geld zu sammeln, um sie dann in karitative Projekte zu stecken“. Er kann das, und auch deshalb engagiert er sich. Böhme ist selbstständig und hat einen kleinen Zuliefererbetrieb für die Automobilbranche. Noch immer reist er durch ganz Deutschland, besucht Kunden und fädelt neue Deals ein. Er müsste das nicht tun, aber er hat Spaß daran. Ans Aufhören denkt er nur am Rande, aber er nimmt sich inzwischen mehr Zeit für andere Herzensprojekte wie etwa dem Lions Club. Also war es der richtige Zeitpunkt für die Präsidentschaft, während der er auch etwas für die Mitglieder tun möchte. „Ich plane zum Beispiel gemeinsame Ausfahrten und andere Veranstaltungen, mit denen man das Gemeinschaftsgefühl stärken kann“, sagte er.

Auch dafür greift er Ideen anderer Mitglieder auf und entwirft eigene Pläne. „Ich bin jetzt gefordert, aus diesem Präsidentenjahr etwas zu machen.“ Und das will er. Bei der Unterstützung für die Langzeitprojekte wird es in jedem Fall bleiben. Die finanzielle Hilfe für „Die Werkstatt“ und die Elternlotsen für Familien mit Migrationshintergrund stehen nicht zur Disposition. Bedacht werden immer mal wieder auch andere soziale Projekte in Quickborn. Böhme teilt die Einschätzung seiner Vorgänger: Diese Hilfe vor Ort ist genau richtig. Nahezu 80 Prozent der Lionsspenden bleiben in der Eulenstadt.

Darüber hinaus schlägt sein Herz für die Arbeit des Hasloher Vereins „Gambia-Westafrika-Projekt“, der Spenden für den Bau einer Krankenstation in einem Dorf sammelt. „Mich beeindruckt das Engagement der Vereinsmitglieder und die Tatsache, dass man in Afrika mit vergleichsweise wenig Geld sehr viel erreichen kann“, sagt Böhme. Die letzte Entscheidung, ob es Unterstützung für den Verein gibt, liegt allerdings bei den Lions-Mitgliedern. In jedem Fall ist der neue Präsident, übrigens Opa von drei Enkelkindern, jetzt schon dabei und plant die ersten Benefizveranstaltungen.

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