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Quickborner Tageblatt

11. Dezember 2017 | 10:56 Uhr

Projekt : Neue Halle soll im Herbst stehen

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Nach Großbrand im Herbst hat der Verein TuS-Holstein-Quickborn-Tennis den Wiederaufbau beschlossen.

von
erstellt am 17.Feb.2017 | 14:00 Uhr

Quickborn | Aufbruchstimmung beim TuS-Holstein-Quickborn-Tennis: Nachdem das Clubhaus und die Halle des Vereins vor mehr als vier Monaten abgebrannt sind, haben die Mitglieder kürzlich den Wiederaufbau beschlossen. „Es ist nach wie vor unser Ziel, den Neubau bis zur Wintersaison 2017/ 2018 abzuschließen“, teilte der Vorsitzende Thorsten Brack unserer Zeitung mit.

Wie berichtet, hatten Flammen die Anlage am Harksheider Weg in der Nacht zum 4. Oktober vernichtet. Die Polizei fand Spuren von Brandstiftung, ermittelte aber keinen Täter. Die Brandruinen sind inzwischen abgeräumt worden.

Der etwa 220 Mitglieder starke Verein will die neue Halle allein mit Hilfe der Entschädigungszahlung aus der Versicherung bezahlen. „Wir werden keine neuen Schulden machen“, betonte Brack. Er möchte stattdessen Verbindlichkeiten abbauen. Der Neubau darf daher nicht größer als der alte Komplex ausfallen. Der Quickborner Architekt Gunther Wördemann berichtete, dass die Versicherung den Schaden anerkannt, die Höhe aber noch nicht genau definiert habe. Es sei mit einer Auszahlung von etwa zwei Million Euro zu rechnen. „Wir hoffen, dass wir damit auskommen“, sagte er.

Wördemann und seine Kollegin Imke Turton-Fieg entwarfen Pläne für eine fast 2300 Quadratmeter große turniergeeignete Drei-Feld-Halle mit einem angrenzenden, zirka 320 Quadratmeter großen Clubhaus. Im Unterschied zu dem alten Gebäude haben sie das neue um 90 Grad gedreht. „Der Altbau war nicht sehr geschickt platziert. Der Lärm von der Autobahn schallte immer zum Clubhaus“, berichtete Wördemann. Die Geräusche der A  7 trafen auf die Giebelfenster und die Terrasse. Künftig wird die Halle daher mit der Rückseite zur Autobahn stehen. Das Clubhaus wird im vorderen Bereich angelegt. Die Besucher werden den Blick auf den Freizeitsee genießen und, wenn das Geld reicht, auf einer überdachten Terrasse sitzen können.

Im Clubhaus soll es keine langen dunklen Flure mehr geben. Im Mittelpunkt liegt ein etwa 90 Quadrameter großer, heller Raum als Treffpunkt, die sogenannte Plaza. Daran grenzt ein Restaurant an, das bei Abwesenheit des Wirts durch eine mobile Wand abgetrennt werden kann. Aus dem Gastronomiebereich und der Plaza können die Besucher durch eine große Glasscheibe den Spielern in der Halle zusehen. Auch eine Küche, ein Sitzungszimmer, Umkleiden, Duschen und WCs sind im Clubhaus untergebracht.

Nach der Brandnacht im Oktober stand der Vorsitzende Thorsten Brack vor den verkohlten Resten der Tennishalle. Er will den Neubau zur Wintersaison eröffnen.
Nach der Brandnacht im Oktober stand der Vorsitzende Thorsten Brack vor den verkohlten Resten der Tennishalle. Er will den Neubau zur Wintersaison eröffnen. Foto: Jan-Hendrik Frank
 

Ein Brandstifter hatte 1982 bereits das alte Vereinsheim angezündet. Bis auf die Außenmauern musste es komplett wiedererrichtet werden. Der neue Komplex wird aufgrund der heutigen Vorschriften einen besseren Brandschutz erhalten und im Sinne der Nachhaltigkeit gebaut. Die alte Halle musste immer komplett geheizt werden. In Zukunft werden die Mitglieder die Felder je nach Bedarf von oben her erwärmen können. „Wir wollen möglichst niedrige Energie- und Folgekosten haben“, sagte Brack. Dazu soll auch eine LED-Beleuchtung dienen.

Die Mitglieder beteiligten sich aktiv an der Gestaltung der Pläne. Die Architekten hatten zu einer Versammlung mit etwa 70 Besuchern zwei Entwürfe mitgebracht. Nach der Beratung entstand daraus ein dritter Plan.

Wördemann betonte: „Wir müssen den Bauantrag im Februar stellen, damit wir im Herbst fertig werden. Das ist zu schaffen, wenn die Behörde mitspielt.“ Das Gebäude werde aus Zeitgründen nicht gemauert, sondern aus vorgefertigten Modulen errichtet. Das alte Clubhaus war unterkellert. Darauf werde nun aus Kostengründen verzichtet.

Brand reißt Loch in die Kasse

Nach dem Brand zahlte der Verein seinen Mitgliedern die Abo-Preise zurück. „Wir haben die Ausfälle zum Teil kompensiert, da wir auch keine Energiekosten hatten, aber ein kleines Loch hat es in die Kasse gerissen“, sagte Brack. Während der Wintersaison trainierten die Kinder beim Tennisclub Friedrichsgabe in Norderstedt. Punktspiele trugen die Vereinsmitglieder beim Tennisclub Alsterquelle aus. Zum Trainieren schlüpften die Erwachsenen bei Nachbarclubs ihrer Wahl unter.

Für die Sommersaison will der Verein die vorhandenen Außenplätze herrichten und einen Ankleidecontainer errichten. Die Stadt Quickborn will kostenlos Dusch- und WC-Wagen zur Verfügung stellen. „An einer Lösung für einen Aufenthaltsraum arbeiten wir noch“, sagte Brack.

Der Verein wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. Die Jubiläumsparty soll möglicherweise mit der Einweihungsfeier zusammengelegt werden. „Aber im Moment steht der Wiederaufbau im Focus“, betonte Brack.

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