zur Navigation springen

Quickborn : Neue Führungsspitze bei der Feuerwehr

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Wido Schön ist neuer Wehrführer. Jan Bestmann löst bisherigen Stellvertreter nach Stichwahl ab. 184 Einsätze in 2014.

Quickborn | Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Quickborn hat seit Freitag eine neue Führungsspitze: Die mit 102 Stimmberechtigten stark besetzte Jahreshauptversammlung wählte Wido Schön in das Amt des Wehrführers, das bisher mit großem Engagement von Christof Fehrs ausgeübt wurde. Er hatte nicht wieder kandidiert. Gegen seinen Stellvertreter Daniel Dähn, dessen Amtszeit auch in diesem Jahr ausläuft, setzte sich in einer dramatischen Stichwahl Jan Bestmann mit 51 zu 49 Stimmen durch.

Der neue Wehrführer, Jahrgang 1962 und von Beruf Informatiker, wohnt seit 1999 in Quickborn. In der Wehr übte er zuletzt die Funktion des stellvertretenden Zugführers und Pressewarts aus. Glückwünsche zur seiner Wahl erhielt Wido Schön auch von den Gästen der Stadt, Bürgermeister Thomas Köppl, Bürgervorsteher Henning Meyn, Fachbereichsleiter Ulrich Knees und Tina Pauli vom Ordnungsamt.

Vor dem Tagesordnungspunkt Wahlen hatte Jens-Peter Saathoff, Beisitzer des Kreisfeuerwehrverbands, dem Wehrführer mit einer Laudatio gewürdigt. Seit 1981 Mitglied der Feuerwehr Quickborn, habe Fehrs schnell Verantwortung gesucht: Er war Gruppenführer der damaligen LF8 und zusätzlich Schirrmeister. 2001 wurde er von den Kameraden zum stellvertretenden Wehrführer und im Jahr 2006 schließlich zum Wehrführer gewählt.

Der Fokus seiner Arbeit habe immer auf der Modernisierung der Wehr gelegen. „Durch die Umsetzung eines neuen Fahrzeugkonzepts sowie die komplette Erneuerung der Schutzbekleidung konnte die Schlagkraft der Wehr sichergestellt werden. Das Vorantreiben von neuen Ideen im Ausbildungsbereich, das Fördern von Teamarbeit bei der Einsatzleitung sowie in der Vorstandsarbeit ist ihm immer wichtig.“ Für seine Verdienste wurde Fehrs mit dem Schleswig-Holsteinischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold ausgezeichnet.

Jens-Peter Saathoff (links) verleiht Christof Fehrs das Schleswig-Holsteinische Feuerwehr Ehrenkreuz in Gold. (Foto: Jäger)
Jens-Peter Saathoff (links) verleiht Christof Fehrs das Schleswig-Holsteinische Feuerwehr Ehrenkreuz in Gold. (Foto: Jäger)
 

Die Quickborner Feuerwehr rückte im vergangenen Jahr insgesamt 184-mal aus. „Das bedeutet: Jeden zweiten Tag ein Einsatz. Und die Hälfte davon musste während der normalen Geschäftszeiten abgearbeitet werden. Das heißt, dass die ehrenamtlichen Helfer ihren Arbeitsplatz verlassen mussten, um ihren Mitbürgern zu helfen“, sagte Fehrs. Insgesamt sind 27 Menschen aus Notlagen befreit worden, fünf Menschen konnten nur tot geborgen werden.

Es gab auch wieder besonders aufwendige Einsätze: Wie etwa die Löschhilfe im April in Itzehoe-Nord, dort war es nach einer chemischen Reaktion zu einem Großfeuer gekommen. Oder den Großeinsatz im November wegen Gasaustritt in unmittelbarer Nähe zur Autobahn. Mehr als 100 Kräfte waren im Einsatz, um das Ausströmen zu stoppen.

Dramatisch seien auch die Suchaktionen nach einem verschwundenen Mädchen im Juni und eines zweijährigen Jungen im Juli verlaufen, der nach nervenaufreibenden Stunden in einem unübersichtlichen Maisfeld gefunden wurde.

Fehrs lobte zudem die Jugendabteilung, die im vergangenen Jahr bereits ihr 20-jähriges Bestehen feiern konnte. „Ohne unsere Jugendfeuerwehr würden wir im doppelten Sinne alt aussehen: Die Mitgliederzahl unserer Einsatzabteilung wäre zu gering und das Durchschnittsalter zu hoch“, sagte Fehrs.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 09.Feb.2015 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen