600.000 Euro : Neue Drehleiter für die Feuerwehr

Wehrführer Wido Schön richtete sein Wort vom Korb der neuen Drehleiter aus an die etwa 180 Gäste.
Wehrführer Wido Schön richtete sein Wort vom Korb der neuen Drehleiter aus an die etwa 180 Gäste.

Einweihung in Quickborn: Zwei neue Fahrzeuge für Quickborn im Wert von 600.000 Euro.

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30. Januar 2017, 10:00 Uhr

Quickborn | „Vielen Dank an die Stadt für dieses 600.000 Euro teure Rednerpult“, begrüßte Wido Schön, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Quickborn, begeistert die Gäste. Rund 180 Kameraden, Vertreter der Wehren aus den Nachbargemeinden sowie aus der Kommunalpolitik waren zur Einweihung der beiden neuen Fahrzeuge der Quickborner gekommen.

Nicht nur technisch, sondern auch was das Design angeht, hat sich einiges verändert: „Nach wie vor sind sie rot. Nach wie vor sind Blaulichter drauf“, begann Schön, bevor er auf die Eule hinwies – das neue Markenzeichen. „Feuerwehr muss heute auch gut aussehen, sie muss cool sein.“ Das fördere die Motivation und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Kameraden. „Das freche, motivierte und angriffslustige Gesicht der Eule signalisiert: Wir beseitigen Gefahren dieser Stadt.“ Sie befindet sich zum einen auf dem neuen Gerätewagen-Logistik, kurz „GW-L“ genannt, der bereits Mitte Oktober vergangenen Jahres offiziell übergeben wurde.

Der Musikzug der Feuerwehr Hasloh mit seinem musikalischen Leiter, Mathias Jerschnek (vorne l.), sorgte für das Rahmenprogramm in Quickborn.
Thölen
Der Musikzug der Feuerwehr Hasloh mit seinem musikalischen Leiter, Mathias Jerschnek (vorne l.), sorgte für das Rahmenprogramm in Quickborn.
 

Der GW-L ist ein Lkw mit Ladebordwand, der durch zwölf unterschiedlich bestückte Rollcontainer flexibel nutzbar ist. Durch eine Standheizung kann der Laderaum bei Einsätzen zusätzlich zum Aufenthalt und als Umkleide genutzt werden. Das zweite Fahrzeug, das die Eule trägt, ist die Drehleiter. Sie diente mit ihrem für vier Personen geeigneten Korb den Rednern als Pult und ersetzt nach 26 Jahren „die alte, in die Jahre gekommene Dame“, sagte Schön. „Florian Pinneberg 70-32-01“, so lautet der offizielle Funkrufname des Hubrettungsfahrzeuges, kam kurz vor Weihnachten nach Quickborn. Zuvor hatten vier Kameraden im Ulmer Werk eine ausgiebige Einweisung in das hochtechnologische Fahrzeug erhalten, die sie nun vor Ort an ihre Kollegen weitergeben. Die Drehleiter soll Ende Februar zum Einsatz kommen. Die 30 Meter lange Leiter kann innerhalb von nur 30 Sekunden komplett ausgefahren werden. Eine weitere Besonderheit ist das Knickgelenk im vorderen Teil, was beispielsweise individuelle Einsätze an Gebäuden ermöglicht. Schön erwähnte besonders lobend Schirmmeister Karsten Prien und Gerätewart Dieter Müller für die unzähligen, freiwilligen, zusätzlichen Stunden.

Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) betonte, dass ein solches Projekt vier bis fünf Jahre dauere. Er dankte der Vorbereitungs- und Beschäftigungsgruppe insbesondere für die intensive Phase der vergangenen 24    Monate. „Wir haben jetzt ein Fahrzeug, was auf Quickborn zugeschnitten und den örtlichen Gegebenheiten angepasst ist. Ich bin sicher, dass die Quickborner Bevölkerung gut schlafen kann, nicht nur wegen der neuen Technik, sondern vor allem wegen der motivierten Kameraden“, sagte der oberste Dienstherr der Wehr stolz.

Bürgermeister Thomas Köppl (CDU, l.) übergibt Wehrführer Wido Schön den Schlüssel.
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Bürgermeister Thomas Köppl (CDU, l.) übergibt Wehrführer Wido Schön den Schlüssel.
 

Auch Kreisbrandmeister Frank Homrich hielt das neue Markenzeichen für motivationsfördernd: „Die Feuerwehr wird bunt. Jede Feuerwehr versucht sich etwas abzugrenzen. Die Eule finde ich gut.“ Er wünschte den Quickbornern immer eine gute Hand bei ihren Einsätzen. Für die musikalische Unterhaltung war der Feuerwehr-Musikzug aus Hasloh mit seinem Leiter Mathias Jerschnek in die Eulenstadt gekommen.

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