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Quickborner Tageblatt

23. November 2017 | 21:40 Uhr

Nachwuchs-Musiker auf der Bühne

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Bönningstedter Heimatverein gibt jungen Talenten die Chance zum Auftritt vor großem Publikum / Beiträge von Klassik bis Popmusik

Im vergangenen Jahr war Jonathan Tesch mit seiner Violine zum ersten Mal bei dem Konzert „Fröhliches Musizieren“ in Bönningstedt dabei. Damals versprach er: „Im nächsten Jahr komme ich wieder.“ Und er hielt sein Versprechen: Er war am vergangenen Sonntag in der Gemeinschaftsschule Rugenbergen wieder mit von der Partie. Zur Verstärkung hatte er sich gleich drei Mädels aus der Nachbarschaft mitgebracht: Schwester Aiyana, Beeke Kurdelski (beide Violine) und Anna-Lena Münzer (Klavier). Begleitet wurden die vier von Gertrud Schleiss auf dem Violoncello. Sie hatten sich ein besonders schwieriges Stück ausgesucht: den Kanon in D-Dur von Johann Pachelbel. Das Zusammenspiel der fünf Musiker klappte hervorragend. Dafür gab es viel Applaus vom Publikum.

Immer im Frühjahr organisiert der Heimatverein Bönningstedt ein Konzert mit Nachwuchskünstlern aus den Gemeinden Ellerbek, Hasloh und Bönningstedt. Und das nun schon zum 28. Mal. Unter dem Motto „Musik selbst gemacht – ein Nachmittag für junge Talente“ wurde in die Aula der Gemeinschaftsschule geladen.

Mehr als zwei Stunden lang wurden die zirka 200 Zuschauer gut unterhalten. Durch den Nachmittag führte Sigrid Duvigneau, die Vorsitzende des Heimatvereins. Sie hatte einst auch die Idee zum fröhlichen Musizieren ohne Wettbewerbsstress. „So haben Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen die Möglichkeit, sich vor Publikum auszuprobieren“, erklärt Duvigneau. Sonst seien eher der Musiklehrer und die Familie ihre Zuhörer. „Und wer erst einmal auf den Geschmack gekommen ist, der kommt meist auch wieder“, so Duvigneaus Erfahrung.

Auch in diesem Jahr waren wieder ganz verschiedene Darbietungen zu hören. Gleich zu Beginn führte der Kinderchor Bönningstedt das musikalische Märchen „Gold in der Kehle“ auf. Darauf folgten Einzel- und Gruppendarbietungen. Bevorzugtes Instrument war das Klavier, gefolgt von Sopranflöte und Violine. Es gab aber auch Gitarrenklänge zu hören. So vielfältig die Instrumente, so vielfältig auch die Musik: Die Bandbreite reichte von dem Volkslied über klassische Musik von Bach, Chopin, Vivaldi und Smetana bis hin zu France Galls Siegertitel beim Eurovision Song Contest 1965 „Poupée de cire, poupée de son“ und dem Truck-Stop-Hit „Ich möcht’ so gern Dave Dudley hör’n“.

Ken Schütze, der im ersten Teil des Nachmittags ein Lied aus „König der Löwen“ auf der Gitarre spielte, präsentierte sich im zweiten Teil als Sänger. Auch Kelvin Gantert hatte am Sonntag gleich zwei Auftritte: Bevor er in Bönningstedt auf seiner Gitarre spielte, war er schon zu einem Auftritt mit dem Schlagzeug unterwegs gewesen. Mit dem gemeinsamen Singen des Kanons „Es tönen die Lieder“ klang der Nachmittag musikalisch aus. Nicht nur für viele Musiker, auch für zahlreiche Zuschauer stand am Ende des Nachmittags schon fest: „Im nächsten Jahr kommen wir wieder.“

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