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Hallennutzung in Quickborn : Müssen die Vereine bald zahlen?

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Zwei Ausschüsse beraten kommende Woche über die Einführung eines Entgeltes.

Quickborn | Kopfschütteln bei Quickborner Vereinen: Die Politik denkt darüber nach, sie für die Nutzung von Schulen, Hallen und Sportflächen zur Kasse zu bitten. Der Sozialausschuss berät darüber am Dienstag, 7. Juni, ab 19 Uhr in der Mensa der Comenius-Schule, Am Freibad 3-11, der Bildungsausschuss am Donnerstag, 9. Juni, ab 19 Uhr im Sitzungsraum 1 der Schule.

Der Druck ist groß. Die Verwaltung rechnet für 2017 bis 2019 mit einem jährlichen Defizit von etwa vier Millionen Euro. Die Hallengebühren könnten der Stadt pro Jahr 650.000 Euro in die Kasse spülen, wenn sie die Vereine gemäß der Entgeltordnung für die außerschulische Nutzung der Gebäude zur Kasse bäte. Die Verwaltung listet 26 Zahler auf: Der TuS Holstein Quickborn zum Beispiel müsste pro Jahr etwa 250.000 Euro zahlen, der 1. FC Quickborn nahezu 197.000 Euro, die Musikschule fast 47.000 Euro.

Oliver Armack, Vorsitzender des 1. FC Quickborn, sagte gestern: „Die Größenordnungen sind Unsinn.“ Der Haushalt seines Vereins umfasse bloß etwa 100.000 Euro. Jürgen Sohn, Vorsitzender des TuS Holstein Quickborn, warnte: „Die Konsequenz wäre für uns fatal und für die Stadt PR-mäßig eine Katastrophe.“ Der TuS müsste die Beiträge stark erhöhen und die Kündigung der Hälfte der 2000 Mitglieder riskieren.

Karsten Tiedemann, Chef des Kreissportverbands Pinneberg, sagte: „Ich erteile dem eine klare Absage.“ Man könne von den Vereinen nicht immer mehr Einsatz erwarten und sie dann belasten. Barmstedt, Pinneberg und Uetersen erheben Entgelte, Elmshorn und Wedel nicht.

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erstellt am 04.Jun.2016 | 15:00 Uhr

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