Multiple Sklerose : MS-Selbsthilfe in Quickborn feiert 30. Geburtstag

Die MS-Selbsthilfe in Quickborn feiert in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag.

Die MS-Selbsthilfe in Quickborn feiert in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag.

Die Gruppe trifft sich einmal im Monat um sich auszutauschen und praktische Tipps weiterzugeben.

shz.de von
18. Januar 2018, 17:00 Uhr

Quickborn | Die Selbsthilfegruppe von an Multipler Sklerose (MS) erkrankten Menschen feiert in diesem Jahr 30. Geburtstag. Unter dem Dach des DRK-Ortsvereins Quickborn treffen sich Betroffene einmal im Monat zum Gedankenaustausch und um gemeinsame Unternehmungen zu planen. Für kommende Woche haben sich die Mitglieder einen Experten geholt, der einen Vortrag über die besten Hilfsmittel für MS-Patienten und deren Finanzierung hält. Das Angebot richtet sich auch an Menschen, die bislang noch nicht Mitglied in der Selbsthilfegruppe sind.

„Mehrmals im Jahr treffen wir uns zu Ausflügen, aber die dunkle Jahreszeit eignet sich dafür nicht so gut. So entstand die Idee eines Vortrags“, sagte Ulrich Tiemann, der nicht erkrankt ist, sich aber dennoch ehrenamtlich in der Gruppe engagiert und sie bekannter machen möchte. Für Betroffene gebe es nichts Besseres als eine Selbsthilfegruppe als gemeinsame Plattform, „aber es trauen sich immer noch viele nicht mit der Diagnose in die Öffentlichkeit“, so Tiemann. Zehn Mitglieder hat die Selbsthilfegruppe aktuell. Sie kommen aus Hasloh, Quickborn und Norderstedt, liegen im Alter zwischen rund 50 und knapp über 70 Jahren. Die gemeinsame Erfahrung hat sie zusammengeschweißt. „Was bei den Treffen auf den Tisch kommt, ist so viel, dass man das zum Beispiel während eines Arzttermins gar nicht besprechen könnte.“ Die Mitglieder informierten sich gegenseitig über neue Therapien, gäben Tipps zum Umgang mit Medikamenten weiter und hörten einander zu, so Tiemann.

Willkommen ist hier jeder mit der Diagnose MS, unabhängig von seinem Alter und dem Stadium der Erkrankung. Eine gute Gelegenheit für den Einstieg bietet der Vortrag eines Fachmanns, der am Dienstag, 23. Januar, ab 15.30 Uhr im Quickborner Anneliese-Kruse-Haus in der Feldstraße 14 einen Vortrag hält. Er referiert über die neuen Hilfsmittel für Betroffene. „Das reicht bis zum maßangefertigten Rollstuhl“, sagte Tiemann. Außerdem klärt er seine Zuhörer darüber auf, wie man die entsprechenden Förderanträge stellt und welche Stelle welche Kosten übernimmt. Dabei geht es um die Kranken-, Pflege- und Rentenkasse. „Wer einen elektrischen Roller hat, dem steht sogar ein Zuschuss zu den Stromkosten zu.“ Alle Informationen hat die Leiterin der Gruppe: Jana Busch ist unter Telefon (0 41 06) 50 95 zu erreichen.

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