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Quickborner Tageblatt

20. Oktober 2017 | 00:38 Uhr

Hasloh : Mobile Praxis im Seniorenheim

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das Hasloher Seniorenheim „Haus am Rehagen“ hat ein neuesAngebot: Sie bieten nun eine mobile Zahnarztpraxis, die einmal im Monat ins „Haus am Rehhagen“ kommt, um vor Ort zu behandeln.

shz.de von
erstellt am 31.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Es gibt wohl kaum jemanden, der gern zum Zahnarzt geht und viele machen sich erst auf den Weg, wenn die Schmerzen unerträglich sind. Was aber, wenn eingeschränkte Mobilität erschwerend hinzukommt? „Wir haben für unsere Bewohner nach Lösungen gesucht und wurden fündig“, sagt Nicole Brügge, Leiterin des Hasloher Seniorenheims „Haus am Rehagen“ zum neue Angebot: eine mobile Zahnarztpraxis, die ab sofort einmal im Monat nach Hasloh kommt, um vor Ort zu behandeln.

Zahnärzte, die ihre Patienten in der Einrichtung aufsuchen, gab es bislang auch. „Dass sofort und vor Ort behandelt werden kann, ist neu“, berichtet Brügge. Bislang mussten die Bewohner einige Strapazen und teilweise auch Kosten auf sich nehmen, um in eine Praxis zu gelangen. „Der organisatorische Aufwand ist hoch: Als Einrichtung müssen wir bei Patienten, die noch mobil sind und mit unserem eigenen Kleinbus fahren können, eine Begleitung sicherstellen“, erklärt Brügge. Für Senioren, die selbst nicht mehr gehen können, werde ein Krankentransport bestellt. „Der muss jedoch zuvor genehmigt werden – das bedeutet Verwaltungsaufwand und manchmal auch eine Zeitverzögerung“, so Brügge weiter.

Mit der mobilen Praxis ist das anders. „Ganz egal ob Füllung, Entfernung von Zahnstein, Behandlung von Parodontose oder die Erneuerung von Zahnersatz: Der Patient muss seine gewohnte Umgebung nicht verlassen“, erläutert die Eidelstedter Zahnärztin Margaretha Bednarek-Wiebke. Auch sie suchte für die zahnmedizinische Versorgung von Senioren nach besseren Möglichkeitern und wurde in der Schweiz fündig. Dort werden transportable Behandlungsstühle angeboten – und sie griff sofort zu.

„Für viele Patienten ist nicht nur der Besuch beim Zahnarzt, sondern auch der Transport dort hin ein ganz erheblicher Stressfaktor“, weiß Bednarek-Wiebke aus Erfahrung. Nicht nur die Fahrt an sich, auch der oft mühsame Transport in die oberen Stockwerke sei besondern in Gebäuden ohne Fahrstuhl oft eine „echte Herausforderung“.

Mit den vertrauten Gesichtern des Pflegepersonals oder auch Angehörigen sei das anders. „Das ist viel entspannter, die Patienten fühlen sich sicherer“, sagt die Ärztin. Außerdem könne sie sich vor Ort viel umfassender über die Medikation der Senioren informieren.

Der Service ergänzt das Angebot des „Haus am Rehhagen“: „Wir haben sowohl zahlreiche Fachärzte als auch verschiedene Therapeuten, die hier im Haus behandeln“, berichtet Brügge. Der mobile Zahnarzt sei ein weiterer Schritt, den Bewohnern ihren letzten Lebensabschnitt so angenehm wie möglich zu gestalten. Die Premiere gestern nutzten gleich mehrere Bewohner, um ihre Zähne begutachten zu lassen. „Zunächst gibt es einen festen Termin im Monat“, sagt Bednarek-Wiebke. Bei Bedarf könne der Service erweitert werden. Dass die Senioren mit ihrem Zuhause jetzt schon sehr zufrieden sind, zeigt die letzte Prüfung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MdK): Das vierte Mal in Folge gaben die Bewohner der Einrichtung die Bestnote.

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