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Organist Michael Schmult : Mit Musik die Menschen erreichen

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Michael Schmult spielt seit 16 Jahren für seine Kirchengemeinde in Quickborn-Hasloh. Den Berufswunsch Organist hatte er schon als Kind.

Schon als Kind wusste Michael Schmult, dass er später Klavierspieler werden wollte. „Meine Eltern waren zunächst ratlos, wie sie den Kauf des Klaviers finanzieren und wo sie es dann in der kleinen Wohnung stellen sollten“, erinnert sich der Kirchenmusiker an die damalige Situation. Er wuchs mit zwei Geschwistern in Glückstadt auf. Beim Gottesdienst in der historischen Stadtkirche lauschte er ergriffen dem Orgelspiel des Kirchenmusikers Udo Sternberg, seinem großen Vorbild.

Er begann in kleinen Schritten, lernte mit fünf Jahren Blockflöte, bekam auf Anraten der Ur-Großmutter ab dem achten Geburtstag den ersehnten Klavierunterricht und mit vierzehn Orgelunterricht bei Sternberg.

Schon lange vor dem bestandenen Abitur hatte Schmult ein klares Ziel vor Augen: Er wollte Kirchenmusiker werden. Denn davon war und ist Schmult felsenfest überzeugt: „Wo das Wort nicht hinkommt, hat die Musik noch Chancen, die Menschen zu erreichen.“ In Hamburg begann er das Kirchenmusikstudium (1991 -1998) und erreichte den A-Abschluss, die höchste Master-Stufe. „Mein Studium habe ich durch das Orgelspielen bei Gottesdiensten in Glückstadt und bei Vertretungen in anderen Gemeinden selbst finanziert.“

Seit 1998 ist er Kirchenmusiker in der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh. Seine Frau Ivonne, gebürtige Quickbornerin, lernte er im Kirchenchor kennen. Sie heirateten 2001 und sind mit fünf Kindern eine Großfamilie.

„Die Kirchenmusik ist die Brücke zu meiner Arbeit in der Gemeinde, die verschiedene Schwerpunkte hat: das Orgelspiel im Gottesdienst, die Chorarbeit mit der Kantorei, den Posaunenchor und nicht zuletzt die Aufbauarbeit mit Kindern und Jugendlichen, an der ich viel Freude habe.“ Außerdem präsentiert er regelmäßig Orgel- und Kammerkonzerte, die ihn als anspruchsvollen Interpreten ausweisen. Jedes Jahr erlebt die Gemeinde die Aufführung eines großen Oratoriums mit Orchester und Solisten in der Marienkirche, beispielsweise der Johannes- oder Matthäuspassion) Diese Konzerte füllen jedesmal die gesamte Kirche, einschließlich Empore.

Im vorigen Jahr fesselte den rastlosen Kirchenmusiker eine Infektions-Krankheit vor der Aufführung des Deutschen Requiems von Johannes Brahms ans Krankenbett. Ehefrau Ivonne konnte sehr kurzfristig den Kirchenmusiker Eberhard Kneifel aus Uetersen als Dirigenten gewinnen. Das gesamte Team vollbrachte eine Superleistung.

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