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Quickborner Tageblatt

24. August 2017 | 07:31 Uhr

Mit Gemütlichkeit auf Erfolgskurs

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Beluga-Kino Betreiber bauen Lounge mit 40 Plätzen, großen Sofas und Relax-Sesseln / Besucherzahl besser als im Bundeschnitt

Im Beluga-Kino wird’s gemütlich. Die Betreiber Kai Bartels und Bernd Keichel bauen seit Montag ein ehemaliges Tanzstudio in dem Lichtspielhaus am Güttloh in einen besonderen Kinosaal um. Sie wollen die sogenannte Lounge noch im Februar eröffnen. Ende 2015 weihten sie einen Saal nach demselben Konzept in ihrem Burg-Kino in Uetersen ein.

Die Lounge soll auf etwa 130 Quadratmetern 40 Plätze bieten. „Die Besucher erhalten als echten Mehrwert, dass sie hier Platz bis zum Geht-Nicht-Mehr haben“, sagte Bartels gestern. Die anderen vier Säle seien mit einer Beinfreiheit von jeweils 1,10 Meter ausgestattet, in der Lounge dagegen messe der Platz zwischen den Reihen 1,60 Meter.

Während die Fußböden in den anderen Vorführräumen schräg ansteigen, bauen die Kinobetreiber in den neuen Saal vier Terrassenstufen ein. In den hinteren drei Reihen werden schwarze Sofas stehen, davor Tische. Auf der untersten Stufe und dem Boden werden die Besucher in bordeauxroten Relaxsesseln mit breiten Armlehnen sitzen. Stoffe in Theaterrot an den Wänden werden den Schall schlucken. Es wird anthrazitfarbener Nadelfilzteppich ausgelegt. Ein Achtkanalton und digitale Projektion, bei Bedarf in 3D, gehören zum Standard. Als Besonderheit installieren die Betreiber ein Lichtsystem mit LEDs. „Man kann den Saal in jeder Regenbogenfarbe ausleuchten – beim Kindergeburtstag bunt, bei der Ladys-Night in Pink“, erläuterte Bartels. Er möchte den Raum auch für private Feiern vermieten. Die Anordnung der Sessel eignet sich dafür ideal: Die erste Reihe wird etwa fünf Meter von der Bildwand entfernt stehen. Davor bleibt Platz für ein Büfett. „Man kann hier auch Playstation spielen“, so Bartels. Geräte halte er bereit.

Seit etwa drei Jahren vermieten Bartels und Keichel mit Erfolg den Saal 4. „Es ist mittlerweile so viel geworden, dass es sich lohnt, für die Koordination eine eigene Mitarbeiterin zu haben“, sagte Bartels. Judith Huckfeldt vermietet den Raum im Durchschnitt pro Woche drei- bis viermal. Der Rekord lag bei 24 privaten Feiern innerhalb einer Spielwoche.

Fast 200  000 Euro wollen Bartels und Keichel in die Lounge investieren. Die Filmförderanstalt Berlin hat ihnen ein zinsloses Darlehen mit einem Zuschuss gewährt. „Da ist kein Steuergeld drin“, betonte Bartels. Die Anstalt finanziere sich aus den Abgaben der Kinos. Zudem verrichtet Keichel viele Arbeiten selbst. Ohne Eigenleistung würde der Umbau das Doppelte kosten, so Bartels.

Es sei ihm und Keichel wichtig, regelmäßig zu investieren. Die Besucherzahlen geben ihnen die Hoffnung, dass sich die Ausgaben bald rechnen: Bundesweit ging der Besucherandrang 2016 um 15 Prozent zurück, in Quickborn dagegen nur um drei Prozent. Keichel und Bartels verkauften für ihre 333 Plätze in der Eulenstadt etwa 110  000 Tickets. „Damit sind wir sehr zufrieden“, sagte Bartels.

Auf der Internet-Plattform Youtube zeigen die Betreiber ein Bautagebuch. Es ist über die Suche mit den Stichworten „Beluga Kino“ zu finden.

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erstellt am 04.Feb.2017 | 16:00 Uhr

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