Mit Falkes Fachhandel schließt auch die Post

Isabel Falke schließt heute ihr Geschäft in der Skandinavienallee. „Ich bedanke mich bei allen unseren Kunden für die Treue und viele gute Gespräche“, sagte sie.
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Isabel Falke schließt heute ihr Geschäft in der Skandinavienallee. „Ich bedanke mich bei allen unseren Kunden für die Treue und viele gute Gespräche“, sagte sie.

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31. Januar 2018, 16:00 Uhr

Und wieder ist ein kleiner Laden Geschichte: Heute öffnet Isabel Falke zum letzten Mal die Türen zu ihrem gleichnamigen Fachhandel für Schreib- und Tabakwaren sowie Zeitschriften in der Ellerauer Skandinavienallee. Grund ist die fehlende Wirtschaftlichkeit. Damit geht der 6000-Einwohner-Gemeinde auch die Postfiliale verloren, die Falke neun Jahre lang betrieben hat.

„Diese Entscheidung ist keine kurzfristige. Ich habe lange darüber nachgedacht, und mir fällt der Schritt enorm schwer“, sagte sie gestern. Allerdings seien die Einnahmen seit zwei Jahren rückläufig, und auch die Post habe die Vergütung für die Agentur immer weiter gekürzt. Dabei war der Verkauf von Briefmarken, die Erledigung von Bankgeschäften, die Annahme von Paketen und die Pflege der Postfächer am Ende längst – und entgegen der Abmachung – ein Vollzeitgeschäft. „Ich war hier jeden Tag vor allem mit der Post beschäftigt.“ Das empfand die Geschäftsinhaberin, die zusammen mit ihrem Mann auch einen ähnlichen Shop in der Rellinger Hauptstraße führt, als zunehmend unbefriedigend.

Wie es mit der Post-Agentur weitergeht, ist noch nicht klar. „Wir suchen derzeit nach einem neuen Partner und werden auch gezielt Geschäftsleute in Ellerau ansprechen“, sagte Postsprecher Martin Grundler. Das brauche allerdings Zeit und erfordere auch eine gründliche Vorarbeit. „Wir bitten dafür um Verständnis“, so Grundler. An eine dauerhafte Schließung des Standortes sei nicht gedacht.

CDU-Chef Peter Groth reicht diese Aussage nicht. „Wir bitten die Deutsche Post dringend, bis zur Neueröffnung eine mobile Poststelle einzurichten“, sagte er. Nicht jeder Ellerauer Bürger sei noch so mobil, dass er den Weg nach Quickborn antreten könne. Daraus wird allerdings wohl nichts. „Das braucht auch viel Vorbereitungszeit“, so Grundler, der allen Kunden rät, ihren Postzusteller anzusprechen, wenn sie einen frankierten Brief oder ein Paket abgeben möchten.

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