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Quickborner Tageblatt

23. August 2017 | 12:09 Uhr

Quickborn : Mit diszipliniertem Höchsttempo

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Das Klaviertrio „Atos“ gastiert im renovierten Artur-Grenz-Saal und präsentiert ein buntes Klassik-Programm.

Was für ein wundervoller Abend! Der Artur-Grenz-Saal hatte sich nach langer Umbauzeit der Comenius-Schule fein gemacht und präsentierte sich zum ersten Mal seinem angestammten Quickborner Freunden der Kammermusik. Ein Schmuckstück war aus dem Saal geworden. Und alles sprach dafür, dass die Ästhetik des Raumes einhergehen würde mit der Vielseitigkeit und der Qualität des Dargebotenen.

Als Beleg dafür trat das Atos Klaviertrio auf die Bühne – mit Annette von Hehn (Violine), Stefan Heinemeyer (Violoncello) und Thomas Hoppe am Klavier.

Ex-„Gefangener“ auf Schloss Esterhazy

Zu Beginn das Haydn-Trio G-Dur op. 73/2 , aber keineswegs der Haydn zum Einspielen eines Konzerts – hier begegnet uns ein „aggressiver“ Komponist, der nicht mehr als „Gefangener“ auf Schloss Esterhazy lebt. Haydn zeigt in den drei Sätzen Selbstbewusstsein, Temperament und Lebensfreude. Die Musiker gehen mit äußerster Disziplin und dennoch mit Höchstgeschwindigkeit besonders das Schlussrondo all’ongarese an. Da sitzt jeder Ton, das Ensemble verschmilzt zu einer Einheit.

Das zweite Werk des Abends, ein Klaviertrio des hierzulande weithin unbekannten französischen Komponisten des neunzehnten Jahrhunderts Charles-Valentin Alkan, ein Gemisch aus musikalischen Stilelementen, das mit Verve und so fesselnd vom Atos-Ensemble vorgetragen wurde, dass keine Sekunde Langeweile aufkommen konnte. Hier eröffnen sich dem Atos Trio weitere Möglichkeiten zu Ausgrabungen.

Nach der Pause Mendelssohn Bartholdys Trio op. 49 Nr. 1 d-Moll, hier trafen sich der Komponist mit seinen Interpreten in feinster Harmonie und zu einem beglückenden Spiel.

Zum Schluss Mozart. Mit dem langsamen Satz eines Klaviertrios dankte das Ensemble dem Publikum für den lang anhaltenden Applaus.

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erstellt am 20.Jan.2014 | 16:00 Uhr

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