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Kindertagesstätte Zauberbaum : Millionen-Sanierung läuft

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Quickborn investiert 1,5 Millionen Euro in die Sanierung in zwei Bauabschnitten.

Quickborn | „Wird hier schon wieder gebaut?“, fragt ein Mädchen, während es die Treppe in der Quickborner Kindertagesstätte (Kita) Zauberbaum hinabgeht. „Zum Glück bin ich bald weg“, schiebt das Mädchen hinterher und beantwortet ihre Frage damit selbst. Mit dem Baulärm werden Kita-Kinder und Erzieherinnen noch bis Herbst leben müssen. Anfang Oktober soll derGroßteil der energetischen Sanierung in der Kampstraße beendet sein.

In der ersten Ferienhälfte war die Kita geschlossen, die Arbeiten behelligten niemanden. Anfang vergangener Woche kehrte jedoch das Leben zurück. „Letztes Jahr wurden schon die Fluchttreppe an das Haus gesetzt und die Sanitärräume neu gemacht“, zeigt Helge Maurer vom Fachbereich Liegenschaften, zuständig für die Planung, Verständnis für Äußerungen wie die des Mädchens. „Wir versuchen es natürlich in den Ferien, aber in drei Wochen schafft man nicht alles.“

Und es ist wahrlich nicht wenig, was der seit Mai währende erste Bauabschnitt an Arbeit enthält. „Die zentrale Maßnahme ist die Erneuerung der Außenhülle mit Dach und Fassaden“, erklärt Maurer. Zur Motivation hinter dem Bauvorhaben sagt er: „Die Fassade hatte Schäden. Und Einsparungen erhoffen wir uns von der Sanierung natürlich auch.“

So werden die Außenwände mit Mineralfaserstoffen gedämmt. Dabei ermöglichen 18 Zentimeter lange Abstandshalter, dass zwischen den sogenannten HPL-Platten der Fassade und der Außenwand Raum zur Lüftung entsteht. Die Energieeinsparung beträgt laut Maurer zirka zehn Prozent.

Einsparpotenzial von etwa 20 Prozent

Auch das Dach erhält eine neue Dämmung und wird mit Dachsteinen aus Beton gedeckt. „Vorher war die Dämmung nur minimal vorhanden. Davon erhoffen wir uns einen großen Nutzen“, erklärt Maurer und beziffert das Einsparpotenzial auf etwa 20 Prozent. Der Einsatz von Aluminiumfenstern soll zehn Prozent bringen. Während des ersten Bauabschnitts werden außerdem ein Abstellraum gebaut, Balkone montiert und die Anlage für Küchenabluft erneuert.

Das alles verschlingt Geld. „915.000 Euro kostet allein der erste Bauabschnitt“, berichtet Maurer. Doch das Geld muss die Stadt nicht allein aufbringen. Mehr als 400.000 Euro stammen aus Landesmitteln: dem Förderprogramm „Energetische Sanierung von Schulen und Kindertageseinrichtungen“. „Es gab wenige Bewerber, deshalb wurde uns eine relativ hohe Summe bewilligt“, sagt Mauer erfreut. Insgesamt kostet die Kita-Sanierung nach Angaben des Verwaltungsmanns allerdings zirka 1,5 Millionen Euro, wovon die Stadt etwa eine Million Euro aufwendet. Denn mit den derzeitigen Arbeiten ist die Sanierung noch nicht abgeschlossen: Der Beginn des zweiten Bauabschnitt ist den Planungen zufolge für Mai 2016 vorgesehen. Dann werden unter anderem Heizungen ausgetauscht, die Energieeinsparungen von knapp 20 Prozent mit sich bringen sollen.

Außerdem befinden sich der Einbau eines Kleingüteraufzugs und Malerarbeiten in der Planung. Dann dürfte erneut das eintreten, was Carsten Möller, Leiter des Fachbereichs Kindertagesstätten, Ehrenamt und Kultur, als einen positiven Nebeneffekt lauter Bauarbeiten hervorhebt: „Die Neugier der Kinder wird geweckt, weil sie sehen, dass in ihrer Kita etwas passiert.“

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erstellt am 21.Aug.2015 | 14:30 Uhr

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