Interview : Michael Görres von der Quickborner Verwaltungsgemeinschaft blickt auf 2014 zurück

Dringende Aufgaben sind bereits vorbereitet.

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02. Januar 2015, 16:00 Uhr

Quickborn | Zwei Jahre ist es her, das große Karton-Packen im Amt Pinnau und der Start der Verwaltungsgemeinschaft in Quickborn. Wie sich die Arbeit im neuen Team darstellt, berichtet Michael Görres aus dem Quickborner Rathaus im Interview.

Sind inzwischen alle 500 Kartons ausgepackt? Welche Überraschungen bargen die Inhalte? Gibt es Unterlagen, die benötigt werden, aber nirgendwo aufzufinden sind?
Ja, die in Umzugskartons Ende 2012 transportierten Vorgänge und Akten konnten gesichtet und den Fachbereichen zugeordnet werden. Das gilt auch für Unterlagen der Gemeinden Bönningstedt und Hasloh, die bisher vom Amt Pinnau in einem externen Lager gelagert wurden. Die weiterhin aufzubewahrenden Unterlagen konnten in Aktenräumen im Rathaus untergebracht werden. Wirkliche Überraschungen bargen die Inhalte nicht. Allerdings haben einige der älteren Akten, Ordner und Vorgänge den Transport leider nicht immer gut überstanden; es hatten sich einzelne Blätter, ganze Teilakten gelöst oder Heftungen komplett geöffnet. Unterlagen, die trotz Suche nicht aufzufinden waren, aber unverzichtbar benötigt wurden, konnten bisher hilfsweise auch auf anderen Wegen oder aus anderen Quellen beschafft werden.

Welche Aufgaben gehören zu den Kernaufgaben der Verwaltung? Welche Leistungen müssen extra bezahlt werden?
Das ergibt sich aus dem öffentlich rechtlichen Vertrag, der geschlossen wurde. Diese Leistungen waren aber im Amt Pinnau auch alle separat zur Amtsumlage zu bezahlen.

Welche besonderen Herausforderungen brachte 2014 für die Verwaltungsgemeinschaft mit sich? Was waren die Höhepunkte in den Gemeinden?
Die Verwaltungsgemeinschaft ist nach nunmehr zwei Jahren unverändert gut aufgestellt. Dennoch gab es Situationen, in denen sich Bedarf für ein Angleichen der Prozesse und Abläufe zeigte. Hier war von beiden Seiten partnerschaftliches Verständnis und auch Nachsicht gefordert. Wegen der Wahrnehmbarkeit nach außen sind als Höhepunkte die Fertigstellung des Neubaus der Kindertagesstätte in Hasloh sowie der Einstieg in die Erweiterung des Betreuungsangebotes in Bönningstedt zu nennen.

Für 2015: Welche Aufgaben müssen in Hasloh beziehungsweise in Bönningstedt besonders dringend in Angriff genommen werden?
Im Grunde sind Weichenstellungen für dringende Aufgaben des nächsten Jahres in den Gemeinden bereits politisch erfolgt. Es wird für die Verwaltungsgemeinschaft daher eher um die weitere Vorbereitung für eine Umsetzung und Abarbeitung gehen.

Unter welchen Voraussetzungen könnte schon 2015 ein Schulzweckverband für die Gemeinschaftsschule Rugenbergen gegründet werden?
Voraussetzung ist, dass sich alle Beteiligten über Inhalte der erforderlichen Regelwerke einig sind. Die Beratungen können auf der Grundlage der bereits erstellten Entwürfe fortgeführt werden.

„Wunschzettel“: Wenn es drei Wünsche an Bönningstedt beziehungsweise Hasloh gäbe – welche wären das?
Wir stehen im ständigen Dialog mit den Gemeinden, in dem wechselseitig Wünsche direkt vorgebracht und besprochen werden können. Wir wünschen, dass die Gemeinden die gute, konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit uns fortsetzen. Wir wünschen, dass alle Menschen, die sich in den Gemeinden – an welcher Stelle und in welcher Funktion auch immer – engagieren, Freude an ihren Aufgaben haben und sich weiterhin Personen bereiterklären, solche Aufgaben zu übernehmen. Und natürlich wünschen wir den Gemeinden Bönningstedt und Hasloh ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2015.

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