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Quickborner Tageblatt

13. Dezember 2017 | 03:15 Uhr

Tangstedt : Mehr Krippenplätze geplant

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Tangstedter Gemeindevertreter haben die Umwandlung einer Elementar- in eine Familiengruppe im evangelischen Markus-Kindergarten beschlossen. Dadurch haben fünf Krabbelkinder mehr Platz.

shz.de von
erstellt am 13.Dez.2013 | 16:00 Uhr

Der Beschluss der Tangstedter Gemeindevertreter war einstimmig: Im evangelischen Markus-Kindergarten der Gemeinde wird ab nächsten Sommer eine Elementargruppe durch eine Familiengruppe ersetzt. „Zumindest werden wir dies dem Träger empfehlen, anordnen können wir es nicht“, betonte Annika Ahrens-Glismann (CDU).

Geplant war diese Aufteilung bereits seit der Eröffnung der Krippengruppe. „Zum Zeitpunkt der Fertigstellung war es jedoch so, dass wir sehr viele Kinder zwischen drei und sechs Jahren hatten, deshalb blieb die Elementargruppe zunächst bestehen“, erklärt Bürgermeister Detlef Goos (FDP, Foto). Jetzt aber sei die Nachfrage nach Krippenplätzen so immens gestiegen, dass die Umwandlung jetzt erfolgen müsse, so Goos.

„In der Elementargruppe sind 20 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren“, erläutert Kita-Leiterin Magitta Waldschläger. Die Familiengruppe setze sich dagegen aus fünf Krippen- und zehn Elemantarkindern zusammen. „Damit werden fünf zusätzliche Krippenplätze in einer altersgemischten Gruppe geschaffen“, so Waldschläger.

Das wiederum bedeute, dass sich die Erzieher ganz neuen Herausforderungen stellen müssen: „Die Altersspanne innerhalb der Gruppe ist sehr groß – die Kleinen werden gerade mobil und die Großen sollen auf die Schule vorbereitet werden“, beschreibt die Pädagogin einen Aspekt dessen, was sie als „Spagat“ für die Mitarbeiter beschreibt. Einerseits den Bildungsauftrag zu erfüllen und andererseits die Wickelkinder gut zu versorgen, sei keine einfache Situation, so die Leiterin. „Im Januar werde ich Kindergärten besuchen, die bereits Familiengruppen haben“, kündigt Waldschläger an. „Ich will mir Anregungen holen von denen, die schon Erfahrungen gemacht haben, um dann mit meinem Team ein gutes pädagogisches Konzept auszuarbeiten“, so die Zielsetzung.

Sorgen bereitet Goos und Waldschläger indes der Umstand, dass es derzeit keine verbindlichen Regeln für die Anmeldung von Kindern gibt – weder von Seiten der Träger noch des Kreises oder Landes. „Das erschwert die Planung ungemein“, sagt Goos. Seine Empfehlung an Eltern: „Rechtzeitig den Bedarf anmelden und gut überlegen, zu welchem Zeitpunkt ein Platz benötigt wird.“ Die Verlässlichkeit einer Zusage müsse von beiden Seiten gegeben sein, so Goos. „In der Praxis ist es tatsächlich oft so, dass ein Platz beantragt wird, und wenn wir dann die Zusage geben, heißt es ‚Ach nein, wir brauchen ihn jetzt doch noch nicht‘“, bestätigt Waldschläger. Ihr Appell an die Eltern: „Helfen Sie uns, die Gruppen planbar zu machen.“

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