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„Flüchtlinge gehen uns alle etwas an“ : Matthias Wittig ist der Koordinator für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer der Stadt Quickborn

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Finanziert wird die Halbtagsstelle von Stadt und Diakonischem Werk gemeinsam.

shz.de von
erstellt am 11.Jun.2015 | 10:00 Uhr

Quickborn | Die Idee entstand um den Jahreswechsel, Planung und politische Beschlüsse erfolgten im Frühjahr, der Vollzug Mitte Mai. Mittwoch nun wurde er präsentiert: Matthias Wittig ist der Koordinator für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer der Stadt Quickborn.

Volker Dentzin, Leiter des Fachbereichs Einwohnerangelegenheiten, und Christian Rohde vom Diakonischen Werk Hamburg-West/Südholstein nutzten den Rahmen des monatlichen Pressegesprächs, um den 63-Jährigen vorzustellen, der den neu geschaffenen Posten besetzt. Finanziert wird die Halbtagsstelle von Stadt und Diakonischem Werk gemeinsam.

„Das Ehrenamt hat jetzt einen festen Ansprechpartner“, sagte Dentzin erfreut. Für Wittig spreche, „dass er diese Rolle schon in den Monaten zuvor ehrenamtlich ausgefüllt hat“. Rohde, als Leiter der Werkstatt und Vertreter des Diakonischen Werks bisher inoffizieller Koordinator der Quickborner Flüchtlingshelfer, sagte: „Mit dieser Stelle versuchen wir, die Strukturen aufzubauen, um gezielt Hilfe zu leister. Wir möchten effizient helfen und die Leute zusammenbringen.“

Dies ist angesichts von etwa 50 Ehrenamtlichen, die derzeit zirka 150 Flüchtlingen und Asylbegehrenden in Quickborn zur Seite stehen, notwendig. Schließlich sei es wichtig, „dass sie zusammen- und nicht nebeneinander arbeiten“, sagte Dentzin. „Einzelne Projekte sollten nicht in Konkurrenz zueinander stehen.“ Das sieht Wittig, zuvor Qualitätsmanager bei einem großen Hamburger Flugzeugbauer, genauso. Als Rohde ihn gefragt habe, ob er sich die hauptamtliche Arbeit vorstellen könne, habe er nicht gezögert. „Flüchtlinge sind hier und sie gehen nicht weg. Das geht uns alle was an. Wir müssen etwas tun“, erklärte Wittig, dessen Tätigkeit seit März bereits Früchte getragen hat. „Wir konnten die Zahl der Sprachkurse von zwei auf vier erhöhen, bald fängt der fünfte an“, berichtet Wittig. Und es werden mehr erforderlich sein. Immerhin schätzt Dentzin, das Quickborn bis Jahresende weitere 50 Flüchtlinge zugeteilt werden. Wittig ist motiviert, darauf zu reagieren. Zumal er, der beruflich auch in Frankreich Zeit verbrachte, weiß, „wie es ist, wenn man in einem Land lebt und die Sprache nicht kann.“

Der Quickborner Mathias Wittig, seit 18. Mai offiziell städtischer Koordinator für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer, leitet den seit März alle 14 Tage stattfindenden Ehrenamtskreis. Ins Leben gerufen wurde dieser Runde Tisch von Stadtverwaltung, Caritas und Diakonischem Werk. Das nächste Mal kommen die etwa 50 Freiwilligen am Montag, 22. Juni, ab 18 Uhr im Haus Roseneck, Kieler Straße 95, zusammen. „Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an diesen Treffen teilzunehmen“, betont Volker Dentzin, Fachbereichsleiter Einwohnerangelegenheiten. Wer Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit auf dem Gebiet der Flüchtlingshilfe hat, kann sich  auch direkt mit Wittig in Verbindung setzen: unter den Telefonnummern 04106-7978210 und 0160-3676233 sowie per E-Mail an mathias.wittig@diakonie-hhsh.de.
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