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Eine Kita zieht um : „Marathonprojekt im Sprinttempo“

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

45 freiwillige Helfer schleppten zwei Stunden lang Kartons und Möbel. Unterstützung von Eltern und Erziehern.

shz.de von
erstellt am 25.Jul.2017 | 16:00 Uhr

Hasloh | „Hasloh ist dafür bekannt, Marathonprojekte im Sprinttempo zu stemmen. Da müssen alle Hand in Hand arbeiten, sonst klappt es nicht in der Kürze der Zeit, sowas zu wuppen“, sagte Anne Worthmann (CDU). Nach zwei Stunden schweißtreibender Arbeit in den neuen Räumen des Robinson-Kindergartens am Mittelweg 4, war der Umzug des Kindergartens auch schon wieder vorbei.

45 freiwillige Helfer waren ab 8 Uhr zum ehemaligen Gebäude gegenüber der Hasloher Peter-Lunding-Schule gekommen, um Kartons und Möbel zu transportieren. Die Vorsitzende des Sozialausschusses, Worthmann, hatte sich Sabine Bachmor und Annalies Bennett in ihr Organisationsteam geholt. Von Kindergartenseite begleitete Erzieherin Kim Kitzer das Projekt. Ende Mai trafen sie sich das erste Mal, Anfang Juni gab es den ersten Aufruf zur Mithilfe bei der Elterninitiative in der Gemeinde. Worthmann organisierte bereits zum zweiten Mal in Hasloh den Umzug eines Kindergartens.

Vor wenigen Jahren war die evangelische Kindertagesstätte aus dem Mittelweg in ihr neues Gebäude am Kronkamp umgezogen. „Ich habe mein altes Protokoll herausgeholt“, sagte Worthmann schmunzelnd. Dann habe sie bei „ihren Kernkompetenzen“ angefangen: dem Bauhof, der Freiwilligen Feuerwehr und Tischler Olaf Suhr, der kostenfrei seine fachmännische Hilfe anbot. Mit diesen Stützen konnte die Elterninitiative starten.

Worthmann teilte schon im Vorfeld handwerklich begabte Eltern für besondere Aufgaben ein. So half ein Vater Suhr bei dem Ab- und Wiederaufbau der Möbel im Sternschnuppenraum im Vereinsheim des Turn- und Sportvereins Hasloh. Im Kindergarten wurden schon seit Tagen eifrig Kartons mit Bastelmaterial, Spielzeug, Büchern, Geschirr und allem, was zum Alltag einer Kindertagesstätte gehört, vom gesamten Team um Leiterin Gabi Liebert gepackt. An der Infotafel hing eine Liste, in die sich Eltern zur Mithilfe eintragen konnten. „Plötzlich kamen noch ganz viele, die sich gar nicht angemeldet hatten“, freute sich Liebert. Sogar viele neue Eltern haben stramm mit angepackt. Selbst Eltern aus Bachmors Babyturngruppe unterstützten die Helfer mit einer Büfettspende nach getaner Arbeit. Sie seien verständlicherweise dankbar für die neu entstehenden Betreuungsplätze, erklärte Liebert. Die Nachfrage nach den Kindergartenplätzen reiße in Hasloh nicht ab, so dass es im Sommer wieder zu einem Engpass gekommen wäre.

Die Gemeinde handelte und nahm Gespräche mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), dem Träger des Robinson-Kindergartens, auf. Von den Ergebnissen können die Hasloher ab sofort profitieren. Der Robinson-Kindergarten geht nach den Sommerferien mit zwei Ganztags- und einer Halbtagsgruppe mit jeweils 20 Kindern an den Start. Die Waldgruppe „Wurzelwerk“ stehe mit 15 Kindern und ebenfalls einem ganztägigen Betreuungsangebot unter der Trägerschaft des ASB, erklärte Kindergartenleiterin Liebert. Das leer geräumte Gebäude des Kindergartens gegenüber der Peter-Lunding- Grundschule wird nun für die neuen ersten Klassen hergerichtet, die dort nach den Sommerferien einziehen. Während der Sanierungsarbeiten an der Schule wäre es ansonsten zu räumlichen Engpässen gekommen.

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