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Quickborner Tageblatt

19. August 2017 | 02:10 Uhr

Quickborn : Malen wie in der Steinzeit

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Während der Projektwoche an der Awo-Kindertagesstätte „Zwergenvilla“ werden alle Sinne werden angesprochen.

Auerochsen, Wildpferde, Hirsche und Bären – an den Wänden der Höhle von Lascaux im Tal der Vézère bei Montignac in Frankreich sind einige der ältesten Kunstwerke der Menschheitsgeschichte zu sehen. Die Höhlenmalereien, am 12. September 1940 entdeckt, zeigen auch, dass es von Anfang an ein Bedürfnis des Menschen war, sich durch bildliche Darstellung kreativ mitzuteilen.

Die Kunstpädagogin Astrid Hoffmann ist von diesem Thema fasziniert. Deshalb hat sie mit Erzieherin Miriam Jacob für die Hortkinder der Awo-Kindertagesstätte „Zwergenvilla“ das Ferienprojekt „Malen wie in der Steinzeit“ angeboten. Eingestimmt wurden die kleinen Teilnehmer durch das Buch „Mit Mammut nach Neandertal“. Bis Freitag läuft die Aktion noch. Krönung ist der morgige Besuch des Helms-Museums in Hamburg, denn dort ist eine Steinzeithöhle nachgebaut worden.

„Farben zum Malen stehen uns in vielerlei Formen zur Verfügung und werden in Supermärkten oft günstig angeboten. Aber wie war das früher?“, fragte Hoffmann die Jungen und Mädchen. Zunächst wurden Holunder- und Fliederbeeren, Sand, Asche sowie Kaffeereste gesammelt. Die Zutaten wurden gemörsert, zerstoßen, gerieben und gesiebt. Selbst aus Schoten wurde ein Farbsud hergestellt.

„Als Bindemittel diente uns Tapetenkleister, um die Farben auftragen zu können. So entstanden Zucker-, Erd- und Pflanzenfarben“, erläutert Hoffmann, die bereits Projekte zum Thema Müll und zum Künstler Hundertwasser angeboten hat. Statt mit Pinseln, zu denen die Kinder gewöhnlich greifen, wurden die Farben – wie in der Steinzeit – mit Stöcken, Kiefernadeln und Federn auf aufgemalt. Als Fläche diente Packpapier. „Das funktioniert gut und die Farbe hält“, sagte Jasmin Holzmann (8) aus Ellerau. Bei ihren Werken griffen die Kinder auf die Motive zurück, die auch in den Höhlen gefunden wurden: Tiere, Strichmännchen und Jagdszenen. Um zu erfahren, wie die Höhlenmalereien zustande kamen, wurden auch Motive in Steine geritzt und dann Farben eingerieben. „Es ist ein Projekt, das alle Sinne anspricht, bei dem die Freude am Experimentieren ausgelebt und die soziale Kompetenz der Kinder gefördert wird“, erläutert Hoffmann den pädagogischen Kontext.


 

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erstellt am 17.Okt.2013 | 16:00 Uhr

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