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Quickborner Tageblatt

22. August 2017 | 15:32 Uhr

Quickborn : Lust auf neue Herausforderungen

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Nach 23 Jahren: Kämmerin Meike Wölfel wechselt von Quickborn nach Kaltenkirchen und übernimmt Stelle als Büroleitende Beamtin.

Quickborn | Eröffnungsbilanzen, Doppik, Ergebnishaushalt oder Abschreibungen – wer wissen wollte, was sich hinter diesen fiskalen Begriffen verbirgt, musste einfach nur im Quickborner Rathaus bei Meike Wölfel anrufen. Die Kämmerin gab kompetent und freundlich Auskunft. Egal, ob sie wieder bis über beide Ohren in Arbeit steckte, um die Eckdaten für den kommenden Etat zu ermitteln.

Doch damit ist es bald vorbei: Wölfel, Leiterin des Fachbereichs Finanzen, arbeitet künftig in der Stadtverwaltung von Kaltenkirchen. Am 2. Juni beginnt sie dort ihren Dienst als Büroleitende Beamtin und wird rechte Hand des Bürgermeisters Hanno Krause. Ein Super-Job, der mit dem Aufstieg in den höheren Verwaltungsdienst verbunden ist. Unter 64 Bewerbern hat sich Wölfel während eines Auswahlverfahrens durchgesetzt.

23 Jahre lang war Wölfel, die verheiratet ist und eine zehnjährige Tochter hat, für die Stadt Quickborn tätig, die meiste Zeit davon als Herrin der Zahlen und Bilanzen. „17 Jahre lang Haushalte aufstellen, das reicht“, sagt Wölfel und lacht. Außerdem wollte sie noch einmal eine andere Verwaltung als die Quickborner kennenlernen. „Mit der Stellenausschreibung hat sich die Chance ergeben, den Arbeitsplatz zu wechseln, in den höheren Dienst aufzusteigen und noch mehr Verantwortung zu übernehmen“, berichtet sie. Obwohl sie einschränkt: „Meine Arbeit macht mir nach wie vor Spaß. Wenn es die Ausschreibung nicht gegeben hätte, hätte ich hier weitergearbeitet.“

Die Grundsätze der Verwaltung hat Wölfel von der Pike auf gelernt: Nach ihrem Abitur absolvierte die Bad Bramstedterin von 1991 bis 1994 eine Ausbildung für den gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst. „Meine Mutter war mein Vorbild. Sie war Büroleitende Beamtin in Norderstedt“, sagt sie. Vorbild sicherlich auch im Hinblick darauf, Beruf, Karriere und Kind unter einen Hut zu bringen. „Als meine Tochter zehn Wochen alt war, bin ich wieder arbeiten gegangen“, sagt Wölfel. Unterstützung bekommt sie von ihrem Mann. „Er arbeitet in der Metallbranche und ist täglich früh zu Hause, um sich um unsere Tochter zu kümmern.“

Wölfel kletterte schnell im Quickborner Rathaus die Karriereleiter hoch: Seit 1997 führte die 42-Jährige die Kämmerei, seit 2006 leitet sie den Fachbereich Finanzen. Das kam manchen wohl spanisch vor. „Als ich mit 26 Jahren die Leitung der Kämmerei übernommen habe, war der damalige Finanzausschuss skeptisch und hat darum gebeten, dass der Bürgermeister an jeder Sitzung teilnimmt“, erinnert sich Wölfel. „Aber ich habe sie mit meiner Arbeit überzeugt.“

Bilanzen und Haushalte – das war jahrelang Wölfels Welt. „Ich kann mir Zahlen besser merken als Namen“, sagt sie. Die Umstellung auf die Doppik, die Bürgerkredite, die ein großes Medienecho bewirkten, und die Bildung einer Verwaltungsgemeinschaft mit den Gemeinden Bönningstedt und Hasloh – an diesen Projekten war Wölfel erfolgreich beteiligt. Das tägliche Brot – das war das Aufstellen der Jahresabschlüsse und Haushaltspläne. Während dieser Zeit hat sie eng mit Bürgermeister Thomas Köppl zusammengearbeitet und mit dem Verwaltungschef geschaut, wo es Einsparpotenziale gibt.

Keine Frage: Wölfel hatte zudem großen Einfluss auf die Fachbereiche im Rahmen der Haushaltsmeldung. „Das eine oder andere habe ich hinterfragt“, aber sich nie den Ärger der Kollegen zugezogen, wie sie betont.

Nun kommen bald neue Aufgaben auf sie zu: „Als Büroleitende Beamtin führt man mehr Gespräche und hat mehr Kontakte innerhalb und außerhalb der Verwaltung“, umschreibt sie ihr neues Arbeitsfeld. Sie wird die Stadtvertretung und den Hauptausschuss betreuen und ist Ansprechpartnerin für die gesamte Politik. Auch die Pressearbeit gehört künftig zu ihren Aufgaben.

Eine Nachfolge für Wölfel steht noch nicht fest. Die Stelle ist derzeit ausgeschrieben. Aber niemand muss sich Sorgen machen: „Was die laufende Arbeit angeht, ist alles gut vorbereitet und im grünen Bereich“, sagt Wölfel. Man hätte von ihr aber auch nichts anderes erwartet.

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erstellt am 17.Mai.2014 | 07:00 Uhr

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