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Quickborner Tageblatt

17. Dezember 2017 | 08:05 Uhr

Quickborn : Lucia bringt das Licht in die Stadt

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Am Sonntag steigt ein Fest im Info-Zentrum. Der Partnerschaftsvertrag zwischen Quickborn und Boxholm jährt sich zum 40. Mal.

von
erstellt am 25.Nov.2014 | 13:00 Uhr

Quickborn | Es ist ein schöner Brauch, den die Quickborner nur deshalb genießen dürfen, weil eine lange Freundschaft mit der schwedischen Partnerstadt Boxholm besteht: das Lucia-Fest. In Schweden beginnt es am Morgen des 13. Dezember – dem Tag der Lichterkönigin. Die Eulenstädter kommen schon früher in den Genuss: An diesem ersten Adventswochenende wird Quickborn wieder im Glanze der Lucia erstrahlen.

Die Mädchen haben während ihres Aufenthaltes in Quickborn ein umfangreiches Pensum: Am Freitag, 28. November reisen die Lichterkönigin und ihr achtköpfiges Gefolge an. Die jungen Mädchen besuchen die Altersheime. Außerdem werden Lucia und ihr Gefolge am Sonntag, 30. November, um 10 Uhr in den evangelischen Familien-Gottesdienst in der Marienkirche einbezogen. Höhepunkt: Während ihres Besuches treten die schwedischen Mädchen im Zuge der Lucia-Feier am Sonntag im Infozentrum des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums am Ziegenweg auf.

Nicole Münster von der Quickborner Stadtverwaltung informierte: „Ab 15.30 Uhr sind alle Bürger eingeladen, sich bei kostenlosem Kaffee und Kuchen von der adventlichen Stimmung anstecken zu lassen.“ Auch das Programm stehe schon: Mit dabei ist der Chor „Hast Du Töne“ und der „Tanzcult“.

Höhepunkt ist der Moment, wenn Lucia mit einem weißen Gewand und ihrer Kerzenkrone in den dunklen Saal kommt – gefolgt von acht Mädchen, die jeweils Kerzen in den Händen halten. Jedes Jahr wird in Boxholm eine neue Lucia gewählt: Die diesjährige heißt Emelie Fridh, wohnt in Boxholm und ist 16 Jahre alt. Sie ist Gymnasiastin und ihr Hobby ist das Reiten. Sie nimmt mit ihrem eigenen Pferd auch an Dressur-, Spring- und Vielseitigkeitsprüfungen teil.

Kooperation des Ungdomsorkesters aus Schweden mit Quickborner Musikschule

Der Besuch der Schwedinnen steht diesmal unter einem ganz besonderen Stern: Am 13. September 2014 hat sich der Abschluss des Partnerschaftsvertrages zwischen der Stadt Quickborn und der schwedischen Kommune Boxholm zum 40. Mal gejährt. Deswegen wird auch eine Delegation der Boxholmer Musikschule mit etwa 30 Personen nach Quickborn kommen und mit Teilnehmern der örtlichen Musikschule konzertieren. Am Sonnabend, 29. November, wird das Ungdomsorkester aus Schweden das Konzert der örtlichen Musikschule mit einem Gastauftritt im Artur-Grenz-Saal eröffnen. Beginn ist um 16 Uhr. Danach werden Gesangssolistinnen und das Orchester der Musikschule Quickborn die Kantate „Mister Scrooge“ von Steve Pogson aufführen. Diese Version der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens bewegt sich zwischen Pop- und Musical-Klängen und wurde eigens für diesen Anlass neu arrangiert,“ sagt Musikschulleiter Lorenz Jensen. Bereits am Freitag erlebt der Beitrag seine Uraufführung: Beginn ist um 19 Uhr im Artur-Grenz-Saal (Am Freibad 5-7). Der Eintritt zu beiden Konzerten kostet jeweils vier Euro, ermäßigt zwei Euro.

„Auch für persönliche Kontakte bleibt den jungen Mädchen noch etwas Zeit, da die Unterbringung in Quickborner Gastfamilien erfolgt“, sagt Nicole Münster.

Der Name stammt vom lateinischen Wort „lux“(Licht) ab und bedeutet demnach „die Leuchtende“ oder „das Licht“. Vor der Einführung des Gregorianischen Kalenders im 16. Jahrhundert fiel die Wintersonnenwende auf den 13. Dezember, der gleichzeitig der Namenstag der Heiligen Lucia ist. So wird am 13. Dezember im Brauchtum gleichsam die „Wiederkehr des Lichts“ im Jahreszeitenkreislauf gefeiert. Die heilige Lucia von Syrakus wurde in Sizilien geboren, wo ihre Mutter ihr schon früh über das Christentum erzählte. Sie war begeistert von Jesus und beschloss ein gottgefälliges Leben als Jungfrau zu führen. Als sie einen von ihrem Vater auserwählten Mann heiraten sollte, weigerte sie sich und wurde somit als Christin entlarvt, was damals mit dem Tod bestraft wurde. So wurde Lucia in eine abgelegene Hütte geführt, wo man sie mit siedendem Öl übergoss. Ein Knecht stieß ihr ein Schwert in die Kehle, doch trotz dieses Martyriums überlebte die Heilige. Später empfing sie durch einen Priester die heilige Kommunion und starb erst Jahre später, angeblich an einem 13. Dezember. Noch heute feiert man vor allem in Schweden an diesem Tag das Fest der Heiligen  Lucia.
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