Quickborn : Lob für Förderverein „Henri-Goldstein-Haus“

Das Rotsteinhaus soll als Mahnmal und Gedenkstätte bestehen bleiben.
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Das Rotsteinhaus soll als Mahnmal und Gedenkstätte bestehen bleiben.

SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies würdigt den Quickborner Träger-und Förderverein „Henri-Goldstein-Haus“.

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04. Juni 2014, 10:00 Uhr

Quickborn | SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies würdigt den Quickborner Träger-und Förderverein „Henri-Goldstein-Haus“. Sie traf sich mit den Mitgliedern am Gelände des Torfwerks im Himmelmoor, um sich über die Arbeit des Vereins zu informieren. Manfred Maier, Sabine Schäfer-Maniezki, Peter Gudelius, Matthias Willwater sowie Christina Lefebvre und Jens-Olaf Nuckel befassen sich mit einem dunklen Kapitel in Quickborns Geschichte.

Im vergangenen Monat war der Verein an die Öffentlichkeit getreten, um auf ihr Projekt aufmerksam zu machen. Denn auf dem Torfwerksgelände waren im so genannten Rotsteinhaus während des Zweiten Weltkriegs 53 jüdische Kriegsgefangene aus Belgien und Frankreich interniert, die im Moor zum Torfstechen gezwungen wurden.

„Die Existenz des Lagergebäudes sowie die unmenschlichen Haft- und Arbeitsbedingungen wurden totgeschwiegen“, berichtete Jens-Olaf Nuckel der Abgeordneten während des Rundgangs. Nuckel und die anderen wollen sich dafür stark machen, dass die Schrecken des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten.

„Unser Ziel ist es, dass das Rotsteinhaus als Mahnmal und Gedenkstätte bestehen bleibt und die Räume so hergerichtet werden, wie sie 1944 ausgesehen haben“, sagt Manfred Maier. Wenn es nach den Plänen des Vereins geht, soll das Haus auch Veranstaltungszentrum für Aktionen gegen Fremdenhass und Rassismus werden.

Beate Raudies zeigte sich beeindruckt vom Engagement des Quickborner Fördervereins. „Es ist selten, dass es in Schleswig-Holstein komplett erhaltene Gebäudeensembles gibt, die uns noch heute einen Eindruck vom Unrecht vermitteln, das den Menschen damals angetan wurde. Es ist wichtig, dass auch künftige Generationen erfahren, was sich hier abgespielt hat.“

Die Elmshorner Politikerin werde sich beim Ministerium für Kultur nach Fördermöglichkeiten für den Verein erkundigen und das Anliegen der engagierten Mitglieder aus Quickborn und Hasloh vorstellen.

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