Quickborn : Lesestunde für junge Migranten

Kooperationspartner der Leseaktion: Sozialberaterin Sviatlana Fregin und Klaus Fechner, Co-Leiter der Quickborner Stadtbücherei.
Kooperationspartner der Leseaktion: Sozialberaterin Sviatlana Fregin und Klaus Fechner, Co-Leiter der Quickborner Stadtbücherei.

„Elternlotsen“-Projekt richtet sich an ausländische Schüler bis zur siebten Klasse.

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12. Juni 2014, 12:00 Uhr

Quickborn | Es ist eine große Herausforderung, sich in einem neuen Land einzuleben. Schwierigkeiten mit der Sprache und die Unsicherheit über die Zukunft belasten viele Kinder aus Flüchtlingsfamilien oder mit einem Migrationshintergrund. „Hinzu kommt, dass viele Flüchtlinge keinen Anspruch auf Integrationskurse haben. Dabei wollen die Eltern, dass ihre Kinder Deutsch lernen“, sagt Sviatlana Fregin, Sozialberaterin der Diakonie Hamburg-West/Südholstein.

Jetzt kommt Hilfe: Die Diakonie bietet in Kooperation mit dem „Elternlotsen“-Projekt der Quickborner Lions einen Lesetreff an. Dabei handelt es sich um ein kostenloses Angebot für Schüler der Klassen eins bis sieben in den Räumen der Stadtbücherei im Forum. Ein Projekt, das im Kreis und der Umgebung einzigartig sei, wie Fregin und Klaus Fechner, Co-Leiter der Stadtbücherei, betonen.

Bei den sechs „Elternlotsen“ handelt es sich um ehrenamtliche Bürger, die außer der deutschen Sprache auch Persisch, Polnisch, Russisch, Albanisch oder Englisch sprechen. „Somit wird auch die Zweisprachigkeit der Kinder gefördert“, sagt Fregin.

Doch im Mittelpunkt steht die deutsche Sprache. Dabei können die „Elternlotsen“ auf den großen Fundus an Büchern in der Bücherei zurückgreifen. „Bei uns gibt es viele Bücher für Leseanfänger“, sagt Klaus Fechner. Die Erwachsenen lesen den Kindern vor oder wechseln sich gegenseitig ab.

„Durch Vorlesen und gemeinsames Lesen unterstützen die ‚Elternlotsen‘ die bildungssprachlichen Kompetenzen der Kinder. Und für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und für den schulischen Erfolg spielt regelmäßiges Lesen eine zentrale Rolle“, berichtet die Sozialberaterin. Weitere wichtige Ziele: Verbesserung schulischer Leistungen und Unterstützung beim Übergang in weiterführende Schulen sowie Stärkung des Selbstbewusstseins.

Das Projekt kommt übrigens gut an: „10 bis 15 Kinder nutzen bereits das Angebot“, sagt Fregin. Aber es sollen noch mehr werden.

Die Lesestunde ist jeden Dienstag vom 16.30 bis 17.30 Uhr. Das Angebot ist kostenlos. Infos erteilt Sviatlana Fregin unter 04106-611203.
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