Pferdestallneubau in Bönningstedt : Landwirt stellt Eilantrag und will einen Baustopp bewirken

Ein Eilantrag beim Verwaltungsgericht Schleswig soll einen Baustopp bewirken.
Ein Eilantrag beim Verwaltungsgericht Schleswig soll einen Baustopp bewirken.

Karsten Blohm aus Bönningstedt will Baustopp für Halle an der Brakelstwiete erreichen. Der Grund: Abstand zum Wald nicht eingehalten.

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04. Dezember 2014, 10:00 Uhr

Bönningstedt | Der Bönningstedter Karsten Blohm zieht jetzt alle Register. Mittwoch beauftragte der Landwirt seine Anwälte, einen Eilantrag zur Erreichung eines Baustopps beim Verwaltungsgericht Schleswig einzureichen. Damit verschärft sich der Streit um den Bau eines Pferdestalls am Rand eines Landschaftsschutzgebiets an der Gemeindegrenze zwischen Bönningstedt und Hasloh.

„Ich habe schon weit im Vorfeld bei der Unteren Naturschutzbehörde telefonisch nachgefragt, wie sich der Bau der Halle auf den Wald auswirkt, der an das Gelände angrenzt“, berichtet Blohm. Die Auskunft, die er erhielt, lautete: „Dafür sind nicht wir, sondern die Forstbehörde zuständig“. Warum allerdings vom Mitarbeiter dieser  Behörde  kein entsprechender Hinweis an das zuständige Bau- oder Forstamt erfolgte, kann Blohm nicht verstehen.

In seinem Brief an das Kreisbauamt vom 13. Oktober weist Blohm ausdrücklich auf den Umstand hin, dass die Halle ganz offensichtlich viel zu dicht an den Bäumen gebaut wird. „Dies widerspricht den Vorgaben des Landeswaldgesetzes, wonach ein Abstand von mindestens 30 Metern eingehalten werden muss“, schrieb Blohm.

Dass die Baumgruppen als Wald zu erkennen sind, steht für Blohm außer Zweifel. „Das sieht jeder, der im Geoportal des Kreises die Karte mit Satellitenbildern hinterlegt und außerdem ist das auch im Landschaftsplan der Gemeinde eingetragen“, so Blohm, der davon überzeugt ist, dass an dieser Stelle bei der Erteilung der Baugenehmigung nicht sorgfältig genug gearbeitet wurde. „Auch eine Behörde muss mal eingestehen können, einen Fehler gemacht zu haben und diesen dann korrigieren – und nicht nach dem Motto ,Augen zu und durch‘  einfach so tun, als ob gar nichts wäre“, sagt Blohm.

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