Quickborn : L76: Streit um neuen Sandradweg geht weiter

Sie fordern eine Nachbesserung: Die CDU Fraktionsmitglieder Bernd Weiher (v. l.), Holger Fehrmann und Wolfgang Kluge.
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Sie fordern eine Nachbesserung: Die CDU Fraktionsmitglieder Bernd Weiher (v. l.), Holger Fehrmann und Wolfgang Kluge.

Die CDU fordert die Asphaltierung der gesamten Strecke. Fraktionsmitglieder befürchten Problemen beim Winterdienst.

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04. September 2014, 14:00 Uhr

Quickborn | Die Sanierung des Radwegs an der Landesstraße 76 bereitet der Quickborner CDU-Fraktion weiter Bauchschmerzen. „Die vom Landesbetrieb angekündigte Nachbesserung auf dem Radweg ist zwar schön, die Absätze hätten aber gar nicht erst auftreten dürfen, denn sie sind eine Gefährdung für die Radfahrer und können zu Stürzen führen,“ sagt CDU-Sprecher Bernd Weiher. Die Absätze sind bis zu sechs Zentimeter hoch.

Doch im Fokus steht die Forderung der CDU, den Sandradweg nachträglich zu asphaltieren. Wie berichtet, ist für die Erneuerung des Radwegs auf manchen Streckenabschnitten kieshaltiger Sand verwendet worden. Torsten Conradt, Direktor beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, hatte auf Anfrage dieser Zeitung mitgeteilt, dass es wegen der angrenzenden Bäume zu Wurzelaufbrüchen kommen könnte. Hätte man sich für Asphalt entschieden, hätten Bäume gefällt werden müssen, um Schäden am Belag zuvorzukommen.

Für die CDU sei das Argument nicht nachvollziehbar. „Der Sandweg führt nicht über die komplette Strecke, sondern zwischen den Einmündungen am Mühlenberg und dem Kleingartenverein sowie hinter dem Hof Gronau ist asphaltiert worden, obwohl dort etliche Bäume direkt an den Radweg grenzen,“ so Weiher.

Die CDU glaube auch nicht daran, dass es beim Winterdienst keine Probleme mit der Räumung geben werde und dass der Sand bei starkem Regen halte. „Das haben schon die ersten schweren Regenfälle der vergangenen Tage gezeigt, bei denen Sand in die Gräben gespült wurde“, sagte Weiher. Der Direktor vom Landesbetrieb scheine die Planung und die Ausführung nur vom Schreibtisch aus zu kennen. Die CDU bleibt bei ihrer Forderung, den alten Zustand wiederherzustellen und den gesamten Radweg zu asphaltieren.

Während der Sommerferien sind die L76 und der parallel verlaufende Radweg für 1,5 Millionen Euro saniert worden.

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