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Quickborn/Ellerau : L76: Ministerinbesuch auf der Baustelle

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Monika Heinold (Die Grünen) zeigt sich beeindruckt von der schnellen Umsetzung der Sanierung. Die Strecke wird voraussichtlich Freitag wieder frei sein.

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erstellt am 20.Aug.2014 | 10:00 Uhr

Quickborn/Ellerau | 173,5 Millionen Euro beträgt das Sondervermögen des Landes Schleswig-Holstein für die öffentliche Infrastruktur. Davon fließen 36 Millionen Euro in die Verkehrsinfrastruktur. Auch der Kreis profitiert von diesem Geld: Für 1,5 Millionen Euro wurde in den vergangenen sechs Wochen die etwa 1,9 Kilometer lange Teilstrecke der Landesstraße 76 (L76) zwischen Quickborn und Ellerau saniert. Jetzt stehen die Arbeiten kurz vor dem Abschluss.

Grund für Monika Heinold (Bündnis 90/Die Grünen), Finanzministerin des Landes, sich während ihrer dreitägigen Sommertour, die unter dem Motto „Gelder für Infrastruktur bringen das Land in Bewegung“, einen Eindruck zu verschaffen von der Verwendung der Fördermittel. Sie besuchte gestern die Baustelle an der Landesstraße 76.

Das Treffen fand zunächst an der Kreuzung Ellerauer Straße/Bahnstraße/Berliner Damm statt, auch Elleraus Bürgermeister Eckart Urban (SPD) nahm daran teil. Dann ging es zum anderen Ende – in die Nähe der Malchower Brücke –, wo die Arbeiten noch im Gang sind. „Ich bin beeindruckt, wie schnell die Maßnahme umgesetzt wurde. Das ist gut für die Bevölkerung“, sagte die Ministerin.

„Am 15. Februar kam der Auftrag, bis zum 14. Juli wurde geplant, während der Sommerferien gebaut und voraussichtlich ist die Straße am 22. August fertig“, informierte Torsten Conradt, Direktor des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein. Die Behörde zeichnet für die Umsetzung der Sanierung verantwortlich. Sollte es allerdings weiter regnen und die noch anstehenden Markierungsarbeiten behindern, würden sich die Arbeiten bis Sonntag hinziehen. Doch die Botschaft lautet: „Zum Schulbeginn sind Straße und Radweg wieder befahrbar“, versichert Conradt. „Es ist eine Rekordzeit: Wir sind zwei Tage vor Termin fertig“, freute sich Diplom-Ingenieur Jörg Arndt.

Dass das Land Fördermittel für die Landesstraße bewilligte, hat mehrere Gründe: Die Fahrbahnerneuerung war dringend erforderlich. Immerhin fahren täglich 14.000 bis 16.000 Fahrzeuge auf der L76. Zudem ist die Strecke eine wichtige Verbindung von der A7 zur B4 und somit eine leistungsfähige Verkehrsader für Industrie und Handel. Außer der Sanierung der Fahrbahn wurde der Radweg entlang der gesamten Strecke erneuert. Dieser war durch Wurzelaufbrüche stark beschädigt.

„Eine Grundsanierung ist nachhaltiger, als immer nur Löcher zu stopfen“, betonte Heinold. Eine Gesellschaft müsste sich deshalb darauf einstellen, dass eine Straße auch mal gesperrt sei. Auch auf den allgemeinen Zustand der Straßen im Land ging die Ministerin ein. Sie wies auf den Bericht zum Zustand der Landesstraßen hin. Seit 1990 hätten 280 Millionen Euro investiert werden müssen – dies sei aber nicht geschehen. „Das hat dazu geführt, dass der Sanierungsbedarf der Landesstraßen heute bei 900 Millionen Euro liegt“, betonte die Ministerin. Der Investitionsstau könne deswegen nur schrittweise aufgelöst werden.

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