Quickborn : Kunstrasen statt Grandplatz

Die rote Oberschicht des Platzes wird durch das dauernde Abschleppen immer dünner und dünner. Spitze Schlackestücke treten an die Oberfläche.
Die rote Oberschicht des Platzes wird durch das dauernde Abschleppen immer dünner und dünner. Spitze Schlackestücke treten an die Oberfläche.

Fast nicht bespielbar und hohes Verletzungsrisiko: Die Sanierung des Sportplatzes wird vorgezogen. Kosten: 460.000 Euro.

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06. November 2013, 12:00 Uhr

Die Quickborner Sportsfreunde saßen gespannt auf ihren Stühlen: Hartmut Leutner, stellvertretender Vorsitzender des TuS Holstein Quickborn, Uwe Langeloh, der Mitbegründer des Traditionsvereins, und Thomas Blaume, Trainer der A-Jugendfußballmannschaft des TuS Holstein. Am Ende konnten sie zufrieden nach Hause gehen: Die Planung und Sanierung des Sportplatzes im Holstenstadion wird jeweils um ein Jahr vorgezogen. Damit wurde der Antrag der Verwaltung auf den Weg gebracht. 2014 soll es losgehen, 2015 steht die Sanierung des Grandplatzes an, der eine Kunstrasendecke bekommt. Die Kosten belaufen sich auf 460 000 Euro. Sie werden in den Haushalt 2014 eingestellt.

Doch bevor es zur Abstimmung kam, wurde heftig diskutiert. „Wir sind der Meinung, dass diese Maßnahme dringend erforderlich ist, da eine Nutzung des Platzes heute schon sehr problematisch ist“, sagte CDU-Ratsherr Hauke Meyn. Schlechte Wetterverhältnisse und der Allgemeinzustand des Platzes machten teilweise eine Bespielbarkeit unmöglich und führten zudem zu erhöhten Verletzungsrisiken der Spieler, betonte der Christdemokrat. Die vorgezogene Maßnahme zur Sanierung des Grandplatzes dürfte im Interesse der nutzenden Sportvereine sein, sagte Meyn.

Das konnte Fußballtrainer Blaume nur bestätigen. Er macht sich Sorgen um das Wohl seiner jungen Spieler. Der Untergrund sei sehr weich, der Boden komme im Winter hoch. „Ein normaler Trainingsbetrieb ist nicht möglich“, resümierte er.

„Die für die Sanierung benötigten Mittel sind in der mittelfristigen Finanzplanung bereits eingestellt und belasten die mittel – und langfristige Verschuldung nur marginal,“ sagte CDU- Ratsherr Hauke Meyn.

Auch die FDP begrüßte, dass sich die Umsetzung direkt an die Planung anschließe. „Ein ehrlicher Antrag“, so Annabell Krämer (FDP).

Das sieht die SPD jedoch anders: „Der Haushalt 2014 wird über Gebühr belastet“, sagte Wolfgang Tröger (SPD). „Die Verwaltung wäre in der Lage, das Geld schon 2014 auszugeben“, fügte Karl-Heinz Marrek (SPD) an, der sogar noch nach der Ratsversammlung mit Klaus Hensel (CDU) heftig auf dem Flur debattierte. Marreks Fazit. „Es ist ein populistischer Antrag der CDU“.

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